Skitour Hirzer

Endlich wieder mal eine Skitour. Nein es ist nicht das erste Mal, dass ich diesen Winter auf  Skiern stehe. Aber einerseits habe ich nichts Neues gemacht und andererseits nicht wirklich eine Skitour, die den Weg in diesen Blog gefunden hat. Jetzt denkt man: “Hirzer? Ist ja auch nichts Neues!” Trotzdem will ich ihn mal erwähnen.

Tolle Verhältnisse

Das Unwesentliche zuerst: Ich bin den Hirzer letztes Jahr als Sommerwanderung gegangen. Die Dauer vom Parkplatz bis zum Gipfel belief sich auf 2h 36min. Verwundert musste ich feststellen, dass ich mit Skiern nur 2h 23min benötigte. Die Lösung liegt jedoch näher als man denkt und ist logisch: die Entfernung! Ziemlich genau zwei Kilometer mehr macht man, wenn man den markierten Steig folgt. Allein im unteren Teil (wir nahmen die Direttissima direkt durch die Waldschneise) erspart man sich verdammt viele Meter. Als wir aus der Schneise herauskommen müssen wir zu unserem Schrecken feststellen, dass der Forstweg komplett geräumt ist: Waldarbeiter haben hier ganze Arbeit geleistet. Da wussten wir, dass wir bergab den selben Weg nehmen werden müssen.

Wir folgen dem Forstweg gerade mal zwei Kehren ehe wir dann ins Gelände gehen. Gelände ist vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt, aber zumindest kein Forstweg mehr. Vorbei an der Pofersalm folgen wir ein Stück dem Sommerweg. Ich kann mich noch im Sommer zurück erinnern. Da führte der Weg durch matschiges Gelände zwischen Almrosen und anderem Gestrüpp. Jetzt ist nur Schnee zu sehen.

Der Wetterbericht vom Vortag wurde von uns ignoriert. Und das war gut so. Wir hatten mit Nebel und schlechter Sicht gerechnet, wurden jedoch mit tollem Sonnenschein und “warmen” Temperaturen belohnt. Wir können eine Zeit lang Spuren folgen, welche jedoch dann abbrechen. Dieser Tourengeher muss wohl wirklich in Nebel (Vortag?) geraten sein. Wir gewinnen immer mehr an Höhe und bald haben wir das Ziel vor Augen.

Kamm vor dem Gipfel

Noch eine kleine heikle, bzw. unsympathische, Stelle und wir haben den Gipfel erreicht. Das Kreuz steht leider nicht mehr, befindet sich aber dennoch an Ort und Stelle, nur halt liegend.

Gipfelkreuz

So dann begeben wir uns gleich zur Abfahrt. Erst noch ein kleines Stück der Spur zurück, dann leicht etwas ins Hirzerkar abschweifen. Nicht zu weit, denn ich habe keine Lust erneut aufzufellen. Meinem Tourenpartner wäre es egal gewesen, ich wählte aber die ‘nur Abfahrt’-Variante. Die Abfahrt war dann wirklich traumhaft und war auch für meine technischen Fähigkeiten gut fahrbar.

Traum Verhältnisse

Unten auf dem Forstweg angekommen müssen wir kurz die Skier tragen und dann den Wermutstropfen auf uns nehmen und die zerfahrene und doch eher harte Waldschneise nehmen. Alternative wäre gewesen, die Skier über den Forstweg zu tragen…. über einen Kilometer…. lassen wir 🙂

Zum Schluss gibt es noch ein (oder zwei) kühle Bierchen im Gasthaus Haneburger ehe die Tour zu Ende geht.

Fazit:
Traue nie dem Wetterbericht. Am Vortag noch überlegt wohin und ob überhaupt und heute eine traumhafte Tour gehabt. Nichts falsch gemacht!
Höhenmeter:
1.400m
Strecke:
6 km
Dauer:
wie Anfangs erwähnt: 3h 23min. ungestresst 🙂

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