under down under – Part X – the east – section II – Freycinet Nationalpark

Im vorletzten Teil meiner Trekkingerzählung geht es in den Freycinet Nationalpark. Wir haben uns entschlossen diesen in zweieinhalb Tagen zu durchwandern. Viele Wanderer spazieren meist nur auf den Lookout von wo aus man die Wineglass Bay sehen kann oder wandern zu dieser weiter. Nur wenige durchqueren das ganze Gebiet.
Wir hatten anfangs Schwierigkeiten den Start zu finden, es war nämlich nicht ganz klar, dass der Parkplatz an dem die Wanderung los geht nicht der Parkplatz am Visitor Center  ist. Das kostete uns zwar ca. 45 Minuten aber war sonst keine größere Tragödie.

Hazard Beach

Die Tour ist eigentlich recht leicht zu beschreiben: Von Coles Bay weiter Richtung Süden (eben vorbei am Visitor Center) bis die Straße bei einem großen Parkplatz endet. Von dort ist alles sehr gut beschrieben: Hazard Beach, Cooks Beach bis Cooks Corner. Eine Strandwanderung also. Sieht zwar etwas eigenartig aus, wenn man mit vollgepackten Rucksack und Wanderschuhen am Strand entlang geht, aber egal. Wichtig hier: genug Wasser. Es gibt keine einzige Möglichkeit hier zu Trinkwasser zu kommen. Wir hatten knappe sechs Liter, was uns zum Schluss raus ziemlich zum Sparen zwang. Also hier ja nicht sparen. Dafür hatte ich mir drei Dosen Bier mitgenommen – waren aber auch zu wenig 😉 und ich musste auf den Wein von Nina zurückgreifen.

Zeltplatz am Cooks Beach

Die Nacht war o.k. Kein Wind, kein Regen, keine Seele. o.k. es waren noch ca. acht weitere Personen an diesem Strand, aber von denen hat man nicht wirklich was mitbekommen, steht ja verdammt viel Platz zur Verfügung. Am nächsten Morgen ging es dann nach gewohntem Frühstück weiter. Dazu mussten wir einige Höhenmeter überwinden. Wir stiegen zwar nicht auf den höchsten Berg dieses Parks, welches der Mt. Freycinet mit 620m ist, jedoch auf den benachbarten Mt. Graham mit 579 Metern 🙂

Morgengast

Von diesem Berg hat man jedenfalls einen tollen Blick (anscheinend auf dem höheren einen noch tolleren…)  auf die berühmte Wineglass Bay.

Aussicht genießen

Dort machten wir es uns jedenfalls gemütlich und haben mal gestärkt, haben wir hier ja bereits ca. zweieinhalb Stunden hinter uns gebracht. Man hat uns aber beim Essen nicht in Ruhe gelassen. Der Kamerad war so etwas von lästig, dass ich ihm ein Stück von unserem Brot abgegeben habe.

Störenfried

Danach hatten wir Ruhe…. bis der Nächste kam 🙂
Aber da waren wir schon wieder am Aufbruch um bergab zu unserem nächsten Etappenziel, eben der berühmten Wineglass Bay zu gelangen. Das Zelt wurde diesmal ca. zwei Gehminuten abseits vom Strand aufgestellt. Sonst war da noch ein Paar mit ihrem Kind und ein weiteres deutsches Pärchen. Man fühlte sich trotzdem allein. Fast… Des Nächtens machten sich zwei Possums an unseren Müll, den ich (Fehler) am Baum hängen gelassen habe. Also aufstehen und Müll rein holen. Am nächsten Morgen gesellte sich auch ein Wallaby zu uns und rückte uns nicht mehr von der Seite. Ganz im Gegenteil: ohne zu fragen schnappte es sich das direkt neben uns gelegene Toastbrot, blieb bei uns stehen und frühstückte so mit uns. Ein einzigartiges Erlebnis.

Das Wallaby frühstückt mit uns

Danach dauerte unsere Wanderung noch eineinhalb Stunden, ehe wir wieder unser Mietauto erreichten und endlich wieder Wasser aufnehmen konnten.

Fazit: Schön, wenn man Strand liebt. Aber auch schön, wenn man Strand nicht unbedingt liebt, wie meiner einer. Auf alle Fälle einen Besuch Wert, wenn man auch das Ganze nicht als zweieinhalb Tageswanderung machen muss. Die Übernachtungen an den Stränden haben aber was. Die Nähe zu den Tieren ist faszinierend. Wahrscheinlich hat das damit zu tun, dass hier in der Hauptsaison etwas mehr los ist und so die Tiere einfach Menschen gewöhnt sind.
Wichtig (nochmal): genug Wasser!!!

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