under down under – Part VIII – the overland track – day V-VII

Nun ja, wie man an der Überschrift unschwer erkennen kann werden hier drei Tage zusammen gefasst. Warum? Weil schon alles erlebt wurde? Weil es nichts Neues gibt? Weil diese Tage nicht wirklich viel Interessantes bieten? Nun ja, von allem etwas. Etwas Eindrucksvolles zu bieten hatten sie alle, nur nicht mehr in dem Ausmaß, wie die ersten vier Tage. Und der letzte Tag war dann ohnehin nur mehr das Hecheln um endlich in den lang erwartenden Overland Track Burger im Visitor Center zu beissen. Aber vorerst….
Wir haben also die erste Nacht im Zelt verbracht. Es war kühler als sonst in der Hütte, und der Schlafsack hat nicht wirklich viel dazu beigetragen uns zu wärmen. So musste etwas an Kleidung, von der ich dachte, ich hätte sie umsonst mit, herhalten. Damit waren die sieben Grad auszuhalten. Unser nächstes Ziel: die Du Cane Hut. Aber eigentlich nur ein Zwischenziel, das wir bald mal erreicht haben.

Unser nächstes Ziel

Aber natürlich gab es auch noch andere Zwischenziele: Wasserfälle. Nina hatte nach zwei Wasserfällen jedoch genug, wodurch wir den dritten ausgelassen haben. Beim zweiten aber haben wir ein gemütliches Mittagessen genossen.

Wasserfall numero 2

Die nächste Hütte war die Bert Nichols Hut, bei der ich beim Zeltaufbau auch die Bekanntschaft einer Black Tiger gemacht habe. Leider war ich in diesem Moment mit der Kamera zu langsam und sie hat sich rasch ins Unterholz verzogen. Am nächsten Tag kam ich jedoch noch mehrmals in den Genuss ihrer Gesellschaft.

Black Tiger Snake

Auf dieser Hütte hatten wir den letzten Abend in Gesellschaft unserer bunt gemischten Runde. Es hatten nämlich so gut wie alle vor am nächsten Tag die Fähre von der Narzissus Hut in Richtung Lake St. Clare zu nehmen. Wir gingen weiter bis zur Echo Point Hut übernachteten dort noch einmal und hatten dann am nächsten Morgen unseren letzten (unbeeindruckenden) Marsch. Dazwischen gab es natürlich noch genug zu sehen. Meist jedoch nur Wald und manchmal erhaschten wir durch die Wälder einen Blick auf die Berge.

Vom Zeltplatz bei der Windy Rdge Hut aus

Es wurde langsam wirklich etwas langwieriger das Ganze. Das Problem hierbei – denke ich – war, dass wir schon so viele Eindrücke gewonnen hatten, dass uns so schnell nichts mehr beeindruckte. Natürlich war es wunderbar in der Natur zu sein und die Landschaft war auch immer noch wunderbar anzusehen.

auf dem Weg nach irgendwo

Dennoch: der Rucksack wurde nicht leichter und der Wald nahm kein Ende. Auf der Narcissus Hut verabschiedeten wir uns auf alle Fälle endgültig von den restlichen Wanderern, wenngleich wir wussten, dass wir einige davon ja doch wieder sehen. Wir hatten jedoch noch eine Nacht. Aber erstmal ein Bad im Narcissus River und eine gemütliche Jause und etwas Tiere beobachten.

Ein... Vogel

Danach hatten wir noch ungefähr etwas mehr als zwei Stunden zu wandern. Leider gab es ab da wirklich nicht mehr viel Neues zu sehen. Man merkte auch, dass dieser Weg eher seltener begangen wird. So lagen hier manchmal Bäume im Weg und selten aber doch mussten wir auch kurz nach dem Weg suchen.

Auf dem Weg zur Echo Point Hut geht auch noch ein weiterer Side Track weg. So gern wir diesen auch gemacht hätten, so fehlte uns hierzu einfach die Zeit und auch die Nahrungsmittel. Dieser Sidetrack führt ins sogenannte Pine Valley, zum “the Labyrinth” und zur Acropolis. Wer diesen Track noch machen möchte müsste noch mindestens einen Tag mehr einplanen – besser zwei. Wir gehen jedoch weiter wie gesagt zur Echo Point Hut, welche direkt am Lake St. Clair liegt und man auch hier sofort erkennt: selten besucht. Die älteste und mit Abstand die ungepflegteste Hütte am ganzen Track.

Echo Point Hut

Wir machen es uns dennoch dort gemütlich und genießen den Abend noch in Gesellschaft eines Bayern, der hier auf seiner 6-monatigen Weltreise auch vorbei kam. Er hat eben das Pine Valley mit gemacht.

Lake St. Clair

Am nächsten Tag heißt es für uns jedenfalls früh aufstehen. Ein Espresso geht sich zwar allemal aus, aber viel mehr ist nicht drin. Steht zwar im Rother Wanderführer zweieinhalb Stunden, planen wir jedoch drei Stunden ein, welche wir dann auch gebraucht haben, ohne eine Pause gemacht zu haben. Wir kommen glücklich und zufrieden am Lake St. Clair Visitor Center an und sind stolz den gesamten Track gemeistert zu haben.

success

Fazit: jederzeit wieder, nur packen würde ich anders und weniger 🙂

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