Montscheinspitze – eine Rundtour

Nein, kein Rechtschreibfehler, der wikipedia-Artikel wird auch nicht auf Mondscheinspitze umgeleitet sondern es ist umgekehrt (Weitergeleitet von Mondscheinspitze).

Also hat alles seine Richtigkeit. Doch wo befindet sich diese? Na, zwischen Schleimsattel und Plumsjoch. Bei Plumsjoch läuten bei den Mountainbikern schon die Glocken, kennen sie es mit Sicherheit von einer Karwendeldurchquerung. Hier ist nämlich Ende dieser Strecke, kurz bevor man zum Achensee, genauer Pertisau kommt. Also wissen wir es jetzt: im Karwendel beim Achensee.

236

Start ist bei der Gernalm, im Grunde genommen. Wir starten von Maurach mit dem Rad und fahren die Mautstraße durchs Gerntal. Kostet uns eine dreiviertel Stunde. Kurz ein Stück im Ebenen zurückmarschieren ehe wir den Weg mit der Nr. 236 nach Norden einschlagen. Ein Weg, der uns mit Nichten zum Wandern motiviert. Einfach nur eine steile Forststraße auf der uns wahrscheinlich auch das Radfahren nicht Spaß machen würde. Nach ca. einer Stunde die Erleichterung. Zwar noch immer Forststraße, dafür ein schöner Blick auf die umliegenden Berge und ein Ende der Steilheit.

Schleimsattel

Man folgt dem Pfad Richtung Bächental, der Weg nach rechts führt lt. Kompasskarte nur zur Überschussalm und endet dann dort. Gleich verlassen wir endlich den Forstweg und kommen auf einen sanften Steig, der uns schon besser gefällt. Vor allem auch der Aussicht wegen.

Ist das bereits die Montscheinspitze?

Ist das bereits die Montscheinspitze?

Der Pfad ist gemütlich zu wandern und man sieht auch bald den weiteren Verlauf der Strecke und man kann erkennen, dass die Gemütlichkeit bald enden wird. Kommt jedoch auf die Sichtweise an. Für uns war es weiterhin gemütlich 🙂

weiterer Verlauf

Beim Blick zurück kann man in der Ferne den südlichen Zipfel des Achensees sehen. Eine tolle Aussicht – bereits jetzt. Auf alle Fälle beginnt eine kurze ‘Kletterei’ im Einsergelände. Gehhilfen wären hier nur im Weg, so werden meine neuen auf ein Maß von ca. 36cm zusammenlegbaren Leki-Stöcke für kurze Zeit weggepackt. Schade, dass ich heute mein Kamera, die ich extra mitnehmen wollte, zu Hause liegen hab lassen und so nur mit meinem Lumia fotografieren kann (Entschuldigung deswegen auch zwecks der Qualität). Auf alle Fälle ist das Panorama beeindruckend. Das komplette Karwendel von hinten und sonst auch gewaltige Weitsicht. Für diese Jahreszeit erstaunlich.

Wunderschön

Was halt mit dem Lumia möglich war....

Was halt mit dem Lumia möglich war….

Wir genießen den Gipfel und den nicht vorhandenen Wind, die Sonne, das Panorama einfach wieder mal alles 🙂

Der Abstieg Richtung Plumsjoch ist gar nicht so ohne. Nicht wirklich schwierig, aber wahrscheinlich für den einen oder anderen sogar schon fast grenzwertig.

Schmale Pfade mit ein wenig Tiefblick

Das hat aber auch bald sein Ende und wir kommen auf unseren zweiten Gipfel an. Und zwar dem Mondscheinkopf oder auch Plumsjochspitze genannt. Jedoch sind wir hier bereits wieder auf unter zweitausend Meter und somit zählt er für mich nicht wirklich zu einem Karwendelgipfel. Trotzdem hat man einen schönen Blick zurück zu unserem ersten.

Blick zurück zur Montscheinspitze

Blick zurück zur Montscheinspitze

Noch ca. 300 Höhenmeter hinunter und wir kommen endlich auf der Plumsjochhütte an und gönnen uns ein Radlermaß. Die Hitze ist heute fast unerträglich und wir freuen uns bereits jetzt schon auf das kühle Nass des Achensees. Zuvor müssen aber noch eine Stunde und zwanzig Minuten zum Rad gemeistert werden. Das schaffen wir aber auch noch, ehe wir dann fein mit dem Rad hinausrollen.

Fazit:
Hat es man herausgelesen? Den Anfang und das Ende? Wenn das nicht wäre…. eine wunderbare Tour. So erhält sie von mir nur sechs von zehn Punkten der nicht vorhandenen Skala. Der Ausblick ist grandios, aber zweieinhalb Stunden auf Schotterwegen? Nein, da muss er mehr können.
Höhenmeter:
1.400 – inkl. der zwei Hundert mit dem Rad. Kann man sich aber sparen, wenn man mit dem Auto reinfährt.
Strecke:
32 km. Knappe zwanzig gehen zu Lasten des Rades und allein sieben werden auf den Forstwegen bestritten.
Dauer:
5h 50min ohne und 7h 20min mit Pausen.

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