Lenkjöchlhütte – Ahrntal

Während sich gestern “Massen” an den Nordhügeln tummelten und wir am Südhang einsam unsere Spuren zogen, ist heute auf diesen Hängen so gut wie gar nichts los. Aufgrund des unbeständigen Wetters entschieden wir uns für eine gemütliche Rundwanderung durch das Windtal über die Lenkjöchlhütte, ab zur die Rötalm und wieder ins Tal. Eine wirklich gute Entscheidung, die wir für diesen Tag getroffen haben.

Unser Ziel

Vorerst mal wieder auf der Langlaufloipe entlang, doch dann gleich mal rechts halten, an der Heilig-Geist-Kirche vorbei und in Richtung der Almen, die man sehr gut sehen kann.
Der Schnee ist hart und wenig. Die paar Zentimeter, die vorgestern vom Himmel gefallen sind merkt man hier gar nicht. Vor allem ist auch alles verspurt von den gestrigen Abfahrern. Der Weg ist relativ leicht zu finden und das wirklich wunderschöne Windtal tut sich vor uns auf.

Das Windtal

Das Wetter weiß irgendwie nicht ganz recht was es will. Die Wolken sind zwar nicht wirklich eine Bedrohung aber immer da und lassen nur selten die Sonne durch. Zu unserem Vorteil: mit Sonne, wäre dieser Anstieg mit sehr viel Schweiß verbunden gewesen.
Wir folgen gemütlich der Spur. Wir wissen, dass wir uns eher rechts halten müssen, denn links ginge es zum Hinteren Umbaltörl. Dennoch halten wir uns irgendwann zu weit links. Irgendwie sind wir doch den falschen Spuren gefolgt. Nicht wirklich falsch, aber ein wenig mehr Abenteuer. So müssen wir kurz mal die Skier auf den Rucksack schnallen und zu Fuß ein kurzes aufregendes Stück bewältigen.

Skilos

Diese Stück ist dann jedoch auch bald gemeistert und wir sehen der Lenkjöchlhütte entgegen. Oben angekommen treffen wir zwei deutsche Tourengeher, die das Ganze von der anderen Seite gemacht haben. Auch treffen wir hier oben fünf Spanier, die wir schon am Anfang des Windtales und auf der weiteren Strecke immer wieder begegneten. Sie sind jedoch hier oben komplett falsch, denn sie wollen zur Essener-Rostock-Hütte und hätten über das hintere Umbaltörl gehen müssen. Wie sie ihren weiteren Weg bestritten wissen wir nicht, doch ein Anruf am Abend auf der Hütte hat uns bestätigt, dass sie angekommen sind. Gott sei Dank.

Lenkjöchlhütte

Beim Abfahren in das Röttal halten wir uns an die einsamen Aufstiegsspuren der zwei Deutschen. Abfahrtsspuren sucht man hier nämlich vergeblich und wir wissen nicht, wie weit der Gletscher nun tatsächlich reicht und so sind wir eher auf der sicheren Seite.

Röttal

Die zwei deutschen Tourengeher haben uns empfohlen von der Rötalm nochmals links aufzusteigen (ca. 150hm) bevor es dann durch lichten Wald wieder bergab geht. Gesagt getan, nach einer längeren Rast auf der (geschlossenen) Alm fellen wir wieder auf und meistern bei einer wahnsinns Hitze die paar Meter im Aufstieg. Eine lohnende “Tortur” wie sich dann bald herausstellt.

Nach dem letzten Anstieg

Die Abfahrt ist nämlich einfach nur ein Hammer und macht mir unglaublich Spaß. Sie ist zwar nicht wirklich lang und der Schnee wird, je tiefer wir kommen, schlechter (no – na), dennoch alles ohne Probleme machbar.

Super Spurenführung :)

Bald kommen wir dann tiefer in den Wald und begegnen auch einem Auerhahn, von dem unsere deutschen Kollegen, die wir oben trafen, erzählten. Bei diesem Hahn müssen wir rechts 😀
Etwas eng durch einen Waldweg für ca. 10 Minuten und bald haben wir wieder das Tal erreicht.

Fazit:
trotz fehlenden Gipfels eine wunderschöne Tour. Wenn das Wetter nicht ganz passt, oder die Höhenmeter abschrecken eine wirklich sehr gute Alternative und für jeden problemlos machbar. Lt. Karte haben wir auch nur Anfangs den Gletscher (Rötkees) leicht gestreift. Dennoch aufgrund der Seen und des Baches glaube ich, dass hier und da Vorsicht geboten ist.
Höhenmeter:
immerhin doch tausend! Zusätzlich halt noch die 150 von der Rötalm weiter.
Strecke:
6,7 km
Dauer:
2 3/4 Stunden bis zur Lenkjöchlhütte. Danach habe ich keine Aufzeichnung mehr gemacht – leider 🙁

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