Ellmauer Tor

Heute besuchten wir mal das Unterland mit einigen Mitgliedern des neu gegründeten Vereins bergundwasser, bei dem ich nun auch nach Jahre langer allgemeiner Vereinsabstinenz beigetreten bin. Ziel ist heute das Ellmauer Tor bzw. nach einem Skidepot die Besteigung der Hinteren Goinger Halt. Start ist hierfür die Wochenbrunner Alm, die bequem über Ellmau mit dem Auto erreichbar ist.

Blick ins Tal durch's Ellmauer Tor

Blick ins Tal durch’s Ellmauer Tor

Also erstmal ein freies Plätzchen für das Auto suchen, ist dies hier doch ein viel besuchtes Fleckchen im Unterland. Gespurt ist perfekt und es ist auch die einzige Tour die hier rauf führt (mal abgesehen vom Kaiserexpress), also kein Problem den Weg zu finden. Anfangs etwas flach immer gen Norden und ein wenig durch Wald ehe die Bäume bald endgültig ihre Grenzen finden.

Blick Richtung Ellmauer Tor

So bald der Weg dann an Steilheit gewinnt, wären auch Harscheisen keine schlechte Wahl gewesen und man trifft auch genügend Tourengeher, die sich dieser Variante des Aufstieges bedienen. Ich besaß zu diesem Zeitpunkt noch keine und wählte so meine Spur doch etwas weit ausgeholt und somit flacher. Probleme gab es dann nur ab und zu, dass ich mit meinen Fellen abrutschte. Bis auf das, dass mein Telefon mal Richtung Tal rutschte und scheinbar ewig nicht liegen blieb (eine Tourengeherin hat es mir dann ‘vorbei’ gebracht) gab es keine sonderlichen Zwischenfälle.

Doch weiter als man glaubt

Am Ellmauer Tor entschied man sich dann, ob man zu Fuß zum Gipfel weiter geht, oder doch hier seine Endstation findet. Bis auf Peter (er hatte Probleme mit der Bindung) und Robert entschließen sich alle diesen zu meistern. Welches jedoch gar nicht so unschwierig erscheint. Das erste mal, dass ich bei einer Skitour sagen muss, dass Trittsicherheit notwendig ist. Der Weg ist meist ausgetreten, dennoch ist höchste Vorsicht geboten. Vor allem ist aufgrund des felsigen Geländes bei einem Ausrutschen unweigerlich mit Verletzungen zu rechnen. Alle schaffen aber dieses letzte Stück ohne Schwierigkeiten.

Trittsicherheit erforderlich!

 

zum Schluss noch recht felsig

Am Gipfel selbst trinken wir nur unser gewohntes Zirbenschnapserl und begeben uns sogleich zum Abstieg. Nach ein paar Schwüngen machen wir es uns noch an einer Wind geschützten Stelle gemütlich und jausnen noch kurz. Die Abfahrt selbst war verwunderlich gut. An bestimmten Stellen gab es sogar perfekten Firn, der einfach nur Spaß machte. Absolut selten zu dieser Jahreszeit 🙂 Später waren durch den Wald noch ein paar Kunststücke notwendig um in der Spur zu bleiben aber alle blieben unversehrt.

Fazit:
eigentlich für diese Jahreszeit eine Tour bei der wir mit diesen Verhältnissen nicht gerechnet haben. Der Aufstieg ist nicht sonderlich schwer, jedoch wäre das zusätzliche Gewicht von Harscheisen sehr vertretbar gewesen. Wunderschön auch der Gipfel selbst.
Höhenmeter:
ca. 1.080
Strecke:
ca. 5,6
Dauer:
mit allen Zwischenfällen und Pausen ca. 3h. Der Skitourenführer gibt 2,5 – 3h an.

Und hier noch ein Gipfelfoto 🙂

Gipfelkreuz Hintere Goinger Halt

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