Torspitze

Am zweiten Tag unseres Lawinenkurses starten wir nach einem feucht fröhlichen Abend auf der Lizumer Hütte um ca. 08:30 von eben dort. Das Wetter verspricht nicht wirklich traumhaft zu werden aber wir sind guter Dinge, dass es zumindest hält, auch wenn es nicht’s verspricht.

Spitzkehren

Zuerst geht es mal etwas gemächlich doch das legt sich bald und man darf sich auch der Spitzkehrentechnik bemühen. Wirklich lange Steilstücke gibt es jedoch nicht und so kommen wir auch bald oberhalb der sogenannten Torseen auf ein längeres Flachstück.

Dreiergspann

In dieser Gegend machen wir auch Bekanntschaft mit einigen Gämsen. Die einen thronen am Gipfel, die anderen können nicht schnell genug talwärts rennen. Ein lustiges Schauspiel ist es auf alle Fälle, das sich jedoch aufgrund der Ferne nur spärlich mit der Kamera (Smartphone) einfangen lässt.

Leider nicht sichtbar: ein Rudel Gämse im Laufschritt

Das Flachstück endet dann auch langsam und es geht gemütlich wieder einen Hang nach links (Westen) hinauf ehe es über einen Kamm nach rechts (Norden) und nochmals rechts (Osten) weiter und ein paar mal Zick-Zack (wie es die Schneeverhältnisse zulassen) geht, bevor wir dann endlich den Gipfel erreichen. Diesen ziert jedoch kein Gifpelkreuz, dafür müssen wir ihn mit vielen anderen Gleichgesinnten, die diesen von der anderen Seite (Nordwest) erklommen, teilen.

Gipfelfoto

Es ist oben nicht wirklich viel Wind und so können wir trotz vieler Besucher den Gipfelerfolg genießen. Und nicht nur genießen sondern auch Spaß haben….

Spaß am Gipfel

Tja, aber was ist nun mit dem Lawinenkurs? Nun ja: Ossi hat uns schon einiges beim Bergaufgehen erzählt – wodurch der Antsieg auch etwas länger andauerte. So hörten wir von Wechten, Schneeverwehungen, Triebschnee, dem Abstand Halten bei Steilgelände und lernten die Spurwahl einzuschätzen. Beim Bergabfahren wurde dann noch ein Lawinenabgang simuliert und das Bergen von mehreren Verschütteten gelernt. Ich glaube mich an fünf Verschüttete zu erinnern, welch wir trotz anfänglichen Chaos’ in ca. 13 Minuten geborgen hatten.

Die Abfahrt wurde dann noch mit strahlendem Sonnenschein belohnt.

Sonnenschein

Es wäre zwar klüger gewesen, nicht mehr über die Lizumer Hütte abzufahren, wir haben jedoch unser schweres Gepäck dort gelassen und müssen diesen Weg nehmen. Ein Spaß war es allemal. Der Weg ab der Hütte ist derselbe, wie der Aufstieg, den ich zur Mölser Sonnenspitze beschrieben habe.

Fazit:
Ab Lizumer Hütte nur mehr wenige Höhenmeter zu meistern und keine merklich schweren oder steilen Stücke drin. Dadurch eine Skitour, die man wohl als Genußtour bezeichnen kann und für Anfänger sehr gut geeignet ist.
Höhenmeter:
ca. 650 ab Hütte
Strecke:
ca. 4,5km also zu vernachlässigen
Dauer:
3h – kann aber nicht als Maß herangezogen werden, da wir wirklich sehr oft stehen geblieben sind. Im Skitourenführer ist sie ab Parkplatz mit 4-4,5h angeschrieben.

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