Mölser Sonnenspitze

Im Zuge eines erweiterten Lawinenkurses ging es heute mal in die Wattener Lizum. Eigentlich hätte uns das Taxi abholen und bis ins Lager Walchen bringen sollen um so mehr Zeit für den Kurs zu haben. Das Taxi lies uns jedoch im Stich und so machten wir uns nach einer halben Stunde Wartezeit zu Fuß (wie es sich eigentlich gehört) auf den Weg zur Lizumer Hütte.

Das Wetter verspricht schon mal einiges

Unbekannt ist die Gegend für mich ja nicht, war ich hier ja bereits auf dem Geier, der Eiskarspitze und (jedoch von der anderen Seite) Hippoldspitze. So kenne ich auch die Strecke bis zur Hütte. Erst einmal gaaanz gemächlich. Anfangs neben dem Bach dann über einen kleinen Wiesenhang ehe es dann gleich in den Wald geht. Weiter über eine flache Wiese sogleich neben der Straße usw…. Es sei hier gesagt, dass man Schilder, welche zur Lizumer Hütte zeigen und nicht gerade aus führen zu ignorieren sind. Immer schön vorwärts und nicht links abbiegen. Später weiter immer der Sonne entgegen, dann steil durch ein Waldstück. Wenn man aus diesem raus kommt, gelangt man auf die Hauptstraße.

Hauptstraße

Gleich danach öffnet sich das weite Tal und das Lager Walchen wird bald sichtbar. Kurz bevor man zu diesem bergab fahren müsste, biegen wir rechts ab und lassen unseren unnötigen Ballast, der für die Übernachtung notwendig ist, an der Lifthütte stehen und marschieren weiter gen Osten. Kurz über eine präparierte Piste entlang ehe sich die Wattener Bergwelt vor uns auftut und sich wie eine unendlich wirkende Schneedecke präsentiert.

Traumhafte Kulisse

Nur wir und die verschneite Berglandschaft. Immer der Spur folgend zur sogenannten ‘unbenannten Scharte’ wo uns ein wenig der Wind um die Ohren bläst.

Nicht mehr weit zur Scharte

Hier machen wir auch unser Skidepot und gehen mit Schuhen und Stöcken auf dem Rücken weiter zu unserem Ziel der Mölser Sonnenspitze und geniesen dort bei prachtvollem Wetter unser Gipfelglück.

Ein einzelner 'Kämpfer'

Kurz vor dem Gipfel

Der Wind ist uns gnädig und so können wir mehr als nur ein paar Minuten unsere Aussicht genießen, bevor es wieder bergab geht. Durch teilweise perfektem Pulver geht es zurück zu unserem Materialdepot und weiter zur Lizumer Hütte, wo wir dann unser Quartier beziehen und einen gemütlichen Abend verbringen. Um kurz nach Mitternacht ist es dann auch genug, heißt es doch für den nächsten Tag, fit zu sein.

Fazit:
Eine wunderschöne Tour in wunderschöner Landschaft. Der Anfang zieht sich (wie so oft) ist aber lohnenswert. Und ab Lizumer Hütte ist es so oder so ein Skitourenparadies.
Höhenmeter:
ca. 1.100
Strecke:
ca. 8,5 km
Dauer:
lt. Skitourenführer Tirol sollten es drei einhalb Stunden sein. Wir benötigen einerseits aufgrund des Lawinenkurses (immer wieder Erklärungen) als auch, weil nicht jeder Teilnehmer so fit ist, knappe vier einhalb Stunden.

Comments are closed