Sonnenjoch Kelchsau

Kelchsau ist meiner Meinung nach ein quasi Skitoureneldorado. Es gibt dort viele Möglichkeiten sich auzutoben und das alles von einem Standpunkt aus. Man muss sich nur zwischen kurzen und langen Grund entscheiden. Bei uns ist es heute der Lange Grund und Startpunkt die Erla-Brenn-Hütte. Die Fahrt von der Mautschranke bis dorthin kann ein wenig abenteuerlich sein. Wenngleich man nicht wirklich Schneeketten benötigt, würden sie einem schon ein etwas sichereres Gefühl auf der Fahrbahn geben. Aber das kann jeder für sich entscheiden.

Ausschnitt der Tourenkarte, die beim Start aufgestellt ist

Ausschnitt der Tourenkarte, die beim Start aufgestellt ist

Viel los ist am Parkplatz nicht. Nur 2 junge Männer starten gleichzeitig, jedoch in eine vollkommen andere Richtung. Sonst ist hier um ca. 09:30 Uhr niemand zu sehen. Wir gehen vorerst mal gemütlich gerade aus, die zwei jungen Männer machen einen Schwenk nach links und wurden so gleich nie mehr gesehen. Wir bleiben noch einige Minuten auf der Strecke bevor es dann bald rechts abgeht und an der sogenannten (siehe Karte) Larch Angeralm vorbei kommen. In der Zwischenzeit haben uns zwei ältere Herren ‘überholt’. Einheimisch wahrscheinlich. Sie gehen eine etwas andere Spur, doch wir lassen uns nicht beeinflussen und gehen unseren eigenen Weg.

Einsamkeit

Nicht ganz den richtigen, wie sich gleich herausstellt, dennoch führt uns unsere Spur zumindest mal in die richtige Richtung und wir streifen auch bald die Neubergalm. Gleich danach wird es ein wenig knifflig. Eine richtige Spur können wir nicht ganz ausmachen, doch wir nehmen mal an, dass wir in Richtung Niederjoch müssen. Und nun sei auch hier verraten, dass der Niederjochkogel eigentlich unser angestrebtes Ziel gewesen ist. Doch zurück zum Kniffligen. Lt. Kompasskarte gibt es nur den Aufstieg über die Ochsenschlag-Hochalm. Dies wird jedoch im Tourenführer nur als Alternativaufstieg und eigentliche Abfahrt genannt. Auch lt. obiger Karte müssen wir erst etwas Richtung Seefeldalm. Wir kommen jedoch an einem Punkt, bei dem uns aufgrund des Schneemangels der Weg direkt zu dieser Alm führt. Wir hätten sonst etwas mühsam ein Bachbett überqueren müssen und das wollten wir uns nicht antun. So haben wir uns spontan umentschlossen.

Immer noch einsam

Dies stellte sich dann später auch als die beste Entscheidung des Tages heraus. Nach der Seefeldalm starten wir zwar etwas ungemütlich über harschiges Terrain weiter, was uns fast zum frühzeitigen Beenden der Tour zwang. Wir waren aber hart im Nehmen und der Schnee wurde auf einer Kuppe auch wieder besser und ein Joch war auch bereits in Sicht. So nahmen wir die geschätzen 250hm auch noch in Angriff und erreichten glücklich und zufrieden den Gipfel, wo wir uns mit meinem Zirbenschnaps belohnten.

Gipfelschnaps

Eine gesunde Jause ging sich trotz etwas ungemütlichen Windes noch aus. 4 Besucher machten dem Gipfel noch zusätzlich die Ehre. Sie kamen jedoch alle aus einem anderen Loch und zwar vom Alpbachtal. Bei der Abfahrt hatten wir es bis zur Alm hinunter sehr gemütlich. Der weitere Weg zur Neubergalm war dann nicht so berauschend aber gut machbar. Über den Rest wurde Schweigen vereinbart….

Fazit:
Diese Tour verlangt meiner Meinung nach genügend Schnee, welchen wir leider nicht hatten. Zumindest die Abfahrt vom Gipfel bis zur Seefeldalm ist jedoch allemal eine Lohnende
Höhenmeter:
ca. 1080
Strecke:
vernachlässigbar. Nicht einmal sechs Kilometer.
Dauer:
Drei Stunden. Beinhaltet jedoch eine längere Unterbrechung, welche dann zur spontanen Umentscheidung führte.

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