Ampferstein und Marchreisenspitze

Die S├╝dtiroler Dolomiten waren gestern – heute sind es die Nordtiroler ­čÖé
o.k. es gibt keine Nordtiroler Dolomiten, aber die Kalkk├Âgel werden eben als solche dennoch bezeichnet. Wer sie schon mal besucht hat, wei├č warum.

Blick Richtung Ampferstein Gipfelkreuz

Start für diese Tour ist der Parkplatz beim Skigebiet der Axamer Lizum um ca. 09:30. Es ist ja bereits Anfang Oktober, da brauchen wir uns um extrem starke Sonneneinstrahlung nicht mehr allzu viel Gedanken machen, mehr jedoch um die Dunkelheit. Wir kennen aber unser Tempo und wissen, dass wir vor Einbruch der Nacht mit Sicherheit wieder im Tal sind.
Es geht also erst einmal ├╝ber den Halslsteig zum Halsl hinauf.

Halslsteig

Der Halslsteig ist ein gem├╝tlicher Steig und sprichw├Ârtlich kinderleicht. Der Hals ist eine Art Kreuzung, wo sich der Spreu vom Weizen trennt. Manch einer geht ‘nur’ zum Birgitz-K├Âpfl-Haus, einer anderer zur Nockspitze. Theoretisch kann man auch ins Stubaital und zur Schlick weiter gehen, ein Wegweiser dorthin fehlt allerdings.
Auf alle F├Ąlle: links Nockspitz – rechts Ampferstein. Also f├╝r uns geht’s rechts weiter.

Wegweiser Klettersteig Ampferstein

Vor uns g├Ąhnende Leere, gegen├╝ber doch einige Wanderer. Erstmal geht es ├╝ber ein Schuttband in m├Ą├čiger Steigung hinauf. Wir lassen uns Zeit und blicken dann nochmals zur├╝ck Richtung Nockspitze.

Nockspitze

Wir gelangen dann gleich auf einen schmalen Wiesenr├╝cken und es wird langsam etwas felsiger. Vor uns erblicken wir dann doch Wanderer und somit auch den weiteren Verlauf unserer Tour.

Weiterer Verlauf

Der Helm ist zu dieser Zeit schon l├Ąngst auf dem Kopf, nur den Klettergurt haben wir im Rucksack gelassen. So wirklich schwierig wird es f├╝r uns nicht, was nicht hei├čen soll, dass die Tour einfach ist. Dies ist eine Entscheidung, die ich mit meinem Geschriebenen hier niemanden abnehmen will. Jeder ist selbst ├╝ber sich verantwortlich.
Kurz geht es mal durch einen schmalen Kamin und es wird ein wenig eng mit dem Rucksack und den St├Âcken drauf. Aber auch diese kleine H├╝rde haben wir bald hinter uns gebracht.

Auf alle F├Ąlle wird es dann gleich wieder gem├Ąchlich und es geht dann bald den R├╝cken auf unseren ersten Gipfel, den Ampferstein.

Ampferstein

Beim Abstieg vom Ampferstein k├Ânnte man gleich direkt die Marchreisen (schaut recht ungem├╝tlich aus) absteigen, wir haben jedoch noch einen Gipfel, die Marchreisenspitze, geplant. Von der Schwierigkeit her, wird es nicht weniger aber auch nicht mehr und ich muss ehrlich zugeben: ich habe mir f├╝r die Beschreibung der Tour etwas zu sehr Zeit gelassen und ich wei├č nicht mehr genau, welche Stelle genau wo gewesen ist und kann sie nur mehr anhand der Bilder ungef├Ąhr zuordnen. Wie dieses:

Eng

Man passiert zwar einige Stellen, welche Trittsicherheit und manchmal auch Schwindelfreiheit erfordern, aber im Gro├čen und Ganzen nicht der Rede wert. Wer einiges an Bergsteigererfahrung mitbringt hat keinerlei Probleme mit diesen zwei Gipfeln.

Blick zur├╝ck zu, Ampferstein

Am Gipfel der Marchreisenspitze

Der Abstieg vom zweiten Gipfel ist recht angenehm. Ein wenig aufpassen sollte man, dass man keine Steine ins Rollen bringt und die St├Âcke sind recht hilfreich. An zwei, drei Stellen ist dann wieder ein wenig Bergsteigerk├Ânnen gefragt, aber auch das alles kein Problem. Wir erreichen dann auch bald den Punkt, an dem es nur mehr bergab geht (f├╝r uns zumindest, denn die gro├če Ochsenwand ist heute nicht mehr drin). Also runter die Reisn. Sonderlich einladend ist sie nicht, aber zumindest spart man sich etwas Zeit dem Weg gegen├╝ber. Und so kommen wir heil und zufrieden wieder am Parkplatz der Axamer Lizum an.

Fazit: wundersch├Âne Tour in den Nordtiroler Dolomiten. Kondition wird nicht wirklich viel abverlangt, aber zu dieser Jahreszeit sollte man doch bedenken, dass es fr├╝h dunkel wird, falls man eher auf der Konditions schw├Ącheren Seite wandert. Wer die Gipfel des Karwendels gewohnt hat, hat mit diesen zwei hier keinerlei Problem. Aufpassen m├╝ssen jene, die ansonsten nur wandern ­čÖé

H├Âhe: 1.260m
Strecke: 7,6km
Dauer: 6h (jeweils 1/2h Pause auf den Gipfeln

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