Rauher Kopf

Langsam nimmt die Idee eine Bergtour zu einer Bike- und Hiketour auszudehnen Formen an. Was früher für uns eher undenkbar war und als Tortour gesehen wurde, wird nun (fast) zur Regelmäßigkeit. Der dritte Ausflug dieser Art führt uns heute über die Roßkogelhütte weiter zum Rauhen Kopf und retour über die Inzinger Alm wieder zur Roßkogelhütte, wo an diesem Nachmittag die Band “Dirty Cousin Crew” spielte. Aber vorher muss noch etwas geleistet werden.

Sprudelndes Leben

Ausgangspunkt ist heute der gebührenpflichtige Parkplatz bei Stiglreith. Die Schranke ist heute offen und das merkt man auch. Uns überholt im gefühlten 5-min-Takt immer wieder ein Auto. Grund: keinen blassen Schimmer. Egal. die Radfahrt dauert nicht wirklich lange und nach einer knappen Stunde stellen wir ein Stück nach der Roßkogelhütte beim sog. Krimpenbachsattel an einem Zaun unsere Räder ab und orientieren uns mal kurz am Schilderwald.

Schilderwald

Wir wissen aufgrund unserer (immer wieder auffallend dürftigen) Vorbereitung, dass wir den Schützenteig gehen müssen. Dazu bedarf es der Überquerung eines nicht gerade einladenden Hochackers.

Hochacker

So bahnen wir uns mal den Weg durch Pfützen, Schlamm und Matsch ehe wir auf den eigentlichen Schützensteig gelangen. Dieser ist dann schon etwas angenehmer zu begehen und wir habe auch bereits unser Ziel, den Rauhen Kopf, vor Augen. Zuvor sind jedoch noch einige Meter…. nein Kilometer, zu gehen. Die Abzweigung zu den Hundstalseen ignorieren wir und gehen gemütlich weiter. Höhenmeter machen wir hier fast keine, bis wir zu einer Alm – vermutlich die Galtalm – gelangen. Von dort steigen wir einen Pfad über saftige Wiesen empor.

Über der Galtalm

Der Pfad ist nicht sonderlich aufregend und auch nicht schwierig und somit für jedweden Wanderer, der die Strecke nicht scheut, geeignet. Auch wenn dieser Gipfel leicht zu erreichen ist, ist die Aussicht dennoch toll und man hat vom sogenannten Heimkehrer Kreuz auf einer Höhe von 2302 einen imposanten Ausblick über das Inntal.

Blick vom Rauhen Kopf

Wir verweilen nicht wirklich lange und machen uns sodann gleich wieder zum Abstieg. Wir haben es allgemein gern, eine Runde zu machen und nicht denselben Weg retour zu gehen, welchen wir gekommen sind. So schlagen wir den Pfad über die Inzinger Alm ein. Ein Wegweiser zeigt direkt nach unten, jedoch weder von einem Steig, von Trittspuren noch von irgendwelchen anderen Anzeichen eines Weges eine Spur. So entscheiden wir uns doch den sichtbaren Spuren zu folgen. Dadurch kommen wir zwar etwas zu weit nach Norden und müssen dann doch weglos nach unten steigen, kommt uns dennoch richtiger vor. Der weitere Weg verlauft dann über die Forststraße….

Kunstwerk am Weg

…ehe es weiter über die Inzinger Alm geht. Das Fleckchen hier sieht recht einladend aus, doch wir haben wenig Zeit, weil wir ja noch etwas von der Band, welche an diesem Tag auf der Roßkogelhütte spielt, hören und auch sehen möchten.

Blick Richtung Inntal

Nach der Alm zweigen wir bald rechts in den Wald ab und es geht wieder einige Höhenmeter nach oben. Dann gelangen wir, wie auch anfangs, wieder auf den ach so tollen Hochacker. Hier nicht total im Schlamm zu versinken ist fast eine Kunst, dementsprechend schauen dann auch meine Schuhe aus.

Schlammschuh

Wir erreichen die Hütte noch rechtzeitig um neben einem Glas Weizen auch noch etwas Musik zu hören, ehe es mit dem Rad wieder zu unserem Ausgangspunkt geht.

Fazit: mal ganz was anderes. Die Tour hat mehr von einer Wanderung als ich von einer Bergtour gewohnt bin. Dennoch bietet sie feine Ausblicke und zählt somit eher zu den Genußwanderungen.

Strecke: Wer nicht mit dem Rad fahren will / kann, muss es mit ca. 22 km und 1.300hm aufnehmen und ist somit nicht ohne – zumindest was die Kilometer angeht. Eine Hike- & Biketour ist also empfehlenswert, sind so nur ca. 11 km und 820hm per pedes zurückzulegen.
Rad (nur bergauf): 5,3 km / 500 hm – unter einer Stunde
Fuß (gesamt): 11,3 km / 740 hm – 4h inkl. Pausen, reine Gehzeit: 3,5h

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