Skitour Geier – Wattener Lizum

Dieser Gipfel hatte zwar schon einmal mit mir das Vergn├╝gen, aber er ist es einfach wert mehrmals besucht zu werden ­čÖé
F├╝r Viele ist der Anstieg vom T├ťPl in der Wattener Lizum zu weit, sind es doch immerhin 1.450hm, die man hier zur├╝cklegt. Eine M├Âglichkeit besteht, die Strecke bis zur Lizumer H├╝tte durch ein Taxi auf nur mehr ca. 900hm herunterzuschrauben. Aber nicht doch, wir nicht.

20cm :)


Also erst mal die Skier wieder schultern und einige Minuten tragen. Dann beginnt der weniger imposante oder sagen wir doch eher langweilige Talanstieg. H├Âhenmeter werden hier nur minimal gemacht. Die Gegend ist hier zwar nicht unattraktiv, man denkt jedoch bereits daran, dass man zur├╝ck die Skier nur schieben kann.

Tal... Anstieg?

Tal… anstieg?

Der erste Teil der Tour ist also nur wenig attraktiv, jedoch hat f├╝r mich Skitouren gehen auch einen sportlichen Charakter.
Nachdem man nun das flache endlos scheinende St├╝ck hinter sich gelassen hat geht es bald ziemlich steil nach rechts in den Wald. Ca. 10 min dauert dieser Waldanstieg und man gelangt so dann bald auf die Stra├če, welche uns zum Lager Walchen f├╝hrt. Es ist nur ein kurzer Streifen auf dem Weg f├╝r uns Skitourengeher vorhanden, ich kann mich jedoch erinnern, dass bei gen├╝gend Schnee neben der Stra├če aufgestiegen werden kann. Etwas sp├Ąter ist es auch dann so weit.

Hier motiviert wirklich nur der Blick nach vorn

Hier motiviert wirklich nur der Blick nach vorn

Langsam tut sich vor uns die volle Pracht der Wattener Lizum auf, die sich bis hier her vor uns verschlossen gehalten hat.

Wattener Lizum

Nach einer kurzen Kaffepause auf der Lizumer H├╝tte und Verarztung diverser Fu├čprobleme geht es dann gem├╝tlich weiter. Man spaziert langsam ansteigend an der westlichen Flanke dem Talschluss entgegen bevor dann sp├Ąter der l├Ąngere Anstieg im Nord / NordOsthang beginnt. Uns kommen einige Gleichgesinnte bereits entgegen und wir scheinen die letzten zu sein, die hier aufsteigen. Man h├Ârt einige fluchen ├╝ber die Verh├Ąltnisse und als ich jemanden fragte, wie die Abfahrtsbedinungen sind, l├Ąchelte er nur ver├Ąchtlich und meinte, ich wolle das wahrscheinlich nicht wissen.

Dauert noch

Dauert noch

Der Aufstieg hier scheint irgendwie heute kein Ende zu nehmen und die Aussagen der Tourengeher, dass die Verh├Ąltnisse widrig sind motivieren nicht wirklich. Also noch alle Kraft zusammen nehmen und die letzten paar hundert H├Âhenmeter meistern.

Blick zur├╝ck durch das Wattental

Blick zur├╝ck durch das Wattental

Und so nimmt eben jeder Anstieg sein Ende und wir erreichen endlich den Gipfel des Geiers. Ein Gipfelkreuz sucht man hier jedoch vergebens, man erblickt stattdessen nur auf einen aus rostfreiem Stahl gefertigten kleinen Vogel.

Am Gipfel des Geiers

Am Gipfel des Geiers

Bei der Abfahrt waren wir dann positiv ├╝berrascht, hat doch der Schnee noch ein wenig aufgeweicht. Man musste sich zwar seine Spur genau suchen und immer wieder wechselten die Verh├Ąltnisse von feinem Firn zu Bruchharsch und auch von St├╝rzen blieb ich nicht verschont, aber dennoch eine sehr feines Ende der Tour.

Die weitere Abfahrt zum T├ťpl haben wir uns gespart und sind um ÔéČ 10,– pro Person gem├╝tlich nach ein paar Bierchen mit dem Taxi wieder hinunter.

Fazit: wer vom T├ťpl bis ganz hinauf zum Geier gehen will, muss einiges an Kondition mitbringen, sind ja doch fast 1.500hm zur├╝ckzulegen. Eine Alternative bietet eben das Taxi, um sich den langen Talanstieg zu sparen. F├╝r Anf├Ąnger eher weniger geeignet und eine komplette Tourenausr├╝stung inkl. Pieps & Co. ist hier Pflicht.

H├Âhenmeter: 1.455m
L├Ąnge: 11km

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