Skitour Hippoldspitze – Wattener Lizum

Das Traumwetter muss man einfach noch für eine Frühjahrsskitour ausnützen. Mein heutiges Ziel ist die Hippoldspitze, welche gleich neben der Grafennsspitze liegt und den selben Aufstieg haben. Bei den letzten ca. 200m trennt sich dann die Spur (rechts zur Hippoldspitze).

Eine gute Planung ist unabdingbar

Eine gute Planung ist unabdingbar

Der Wecker läutet mich um 07:00 Uhr aus dem Bett. Die Sonnenstrahlen scheinen bereits in mein Schlafzimmer und steigern die Vorfreude. Bei einem guten Frühstück mit Kaffee sehe ich mir die Tour zuvor nochmal in meinem Tourenbuch an, um später dann auch den richtigen Weg zu finden. Um ca. 08:00 Uhr fahre ich also zum Parkplatz vor dem Truppenübungsplatz in der Wattener Lizum, wo schon ziemlich viele Autos geparkt haben. Diese Tour wird jedoch heute von eher Wenigen begangen.

Hier startet meine Tour

Hier startet meine Tour

Die große Tafel vor der Schranke zeigt grünes Licht für das gesamte alpine Gelände, also Warnstufe 1, somit unbedenklich. Vorbei, die Skier schulternd, an der Schranke und rüber zum Bach, wo meine Tour langsam ihren Anfang nimmt. Es sind ca. 5 min. noch zu gehen ehe man die Skier anschnallt. Gemütlich geht es sanft bergauf und bald kommt die erste Abzweigung, bei der ich den Weg nach links nehme. Bald gelang ich noch auf eine Straße, welche zuerst kurz rechter Hand und dann gleich auf der linken Seite begangen wird. Die Straße selbst ist schneefrei. Dann kommt auch gleich der Zeitpunkt bei dem ich meine Kappe, Handschuhe und Jacke in den Rucksack verstaue und kurzärmlig weiter wandere. Ein wenig noch durch waldiges Gelände welches sich jedoch ziemlich rasch lichtet.

ziemlich harter Untergrund aber gut gespurt

ziemlich harter Untergrund aber gut gespurt

Der Weg zur Spitze ist auch angeschrieben. Eigenartiger Weise eben nur dieser und der Hirzer, die Grafennsspitze nicht. Von dort aus gewinnt man auch etwas schneller an Höhe und man sieht nur noch Schnee und Berge vor sich.

Strahlender Sonnenschein

Die Verhältnisse lassen zu dieser Zeit jedoch keine wirklich gemütliche Abfahrt vermuten. Der Schnee ist einfach bockhart und ich hoffe, dass er sich bis zum Abfahren einigermaßen aufgeweicht hat. Ich lasse meine Blicke immer wieder auf die tolle Bergwelt rund um mich schweifen und blicke auch auf mein morgiges Ziel, dem Geier, hinüber.

Der Geier in weiter Ferne

Der Geier in weiter Ferne

Viele Spuren sieht man nicht wirklich, was darauf hinweist, dass dieser Gipfel anscheinend allgemein eher seltener bestiegen wird. Insgesamt begegne ich 9 Tourengeher und am Gipfel noch mal 2. Beim letzten Anstieg vor dem Gipfelkreuz ist noch ein für meine Verhältnisse ungemütlicher Hang zu queren. Der Schnee ist auf dieser Höhe auch etwas weich und nahezu pulvrig, aber wirklich nur das letzte Stück. Es kommt auch etwas Wind auf, aber nicht so viel, dass ich nicht zumindest einige Minuten auf dem Gipfel verweilen und mich stärken kann.

Das Kreuz der Hippoldspitze

Das Kreuz der Hippoldspitze

So begebe ich mich dann auch gleich zur Abfahrt und genieße zumindest die ersten paar Schwünge ehe der Bruchharsch überhand nimmt und mich immer wieder zum Stürzen bringt. Die Verhältnisse sind grauenvoll. Mit meinen eher geringen Skikünsten habe ich hier sehr große Mühe überhaupt irgendeinen Schwung hinzubekommen. Wie ich jedoch bei anderen Gleichgesinnten beobachten konnte, ging es nicht nur mir so 🙂

Kurz trennt sich noch am unteren Ende der Aufstieg von der Abfahrt und man gelangt zu einem Forstweg welcher nicht wirklich weniger unsympathisch zu befahren ist und bald hat dann meine Tour auch ihr Ende erreicht und ich kann die Skier wieder abschnallen.

Ab hier Skier schultern

Ab hier Skier schultern

Es sind aber wieder nur die anfänglichen 5 min. zu Fuß zurückzulegen ehe ich wieder mein Auto erreicht habe.

Fazit: eigentlich eine wunderschöne Tour mit wirklich tollen Hängen, wenn bloß die Schneeverhältnisse etwas – nein so richtig – besser gewesen wären. Bei besseren Verhältnissen denke ich, wirklich zu empfehlen aber eher keine Frühjahrstour.
Länge: lt. meinen Aufzeichnungen 6km und knappe 1.200hm
Dauer: lt. Tourenbuch 3 – 3,5 h, was meiner Meinung nach etwas übertrieben ist. Ich habe mich heute wirklich nicht sonderlich beeilt, schaffte jedoch die Tour in knappen 2,5h.

Die Strecke

Die Strecke

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