Fleckner – Südtirol

Endlich war es so weit. Nach langer Pause aufgrund eines Außenbandrisses, ging es heute wieder auf den Berg. Diese Skitour geht auf den Fleckner im Ratschingstal in Südtirol. Der Schnee in Tirol lässt zu wünschen über und so entschließen wir uns nach Südtirol auszuweichen. Es soll keine zu anstrengende Tour werden, nicht Lawinengefährlich und dennoch eine Genusstour sein – also auch etwas für das Auge.

angekommen

Der Entschluss ist relativ rasch gefasst und am Morgen um 07:30 begeben wir uns über den Brenner. Nach einem kurzen Verfahrer (wir haben die Abzweigung ins Ratschingstal versäumt) kommen wir an einem kleinen Parkplatz, auf dem auch wir noch unseren Platz finden, an. Ich denke, man sollte hier wahrscheinlich früh genug dran sein. Es gibt nur 2 Parkplätze auf denen maximal geschätzte 20 Autos Platz finden und ein Parken auf der Straßenseite ist aufgrund der geringen Breite der Straße nicht wirklich zu empfehlen.

Direkt vom Parkplatz findet die Tour auch schon ihren Anfang. Gemütlich geht es auf einem Forstweg entlang und ein Schild, das ziemlich früh auftaucht und welches uns den Weg Richtung Fleckner weist und auch Spuren von Skiern kennzeichnet wird auf Hinweis eines ortskundigen Südtirolers ignoriert. Also noch weiter auf der Forststraße.

Forstweg Fleckner

Eine Rechtskehre wird noch mitgenommen bevor wir den weiteren Verlauf dieses Weges nicht mehr folgen sondern links abzweigen (Auf Anraten des Südtirolers). Bald nimmt der Forstweg auch sein Ende und die Spur führt uns in den Wald hinein. Dieser darf uns für zirka fünfzehn Minuten kühlen Schatten spenden und nur manchmal dringen wärmende Sonnenstrahlen durch.

Wald Fleckner

Doch auch der dichteste Wald hat irgendwann ein Ende und uns wird erst dort bewusst, wie viel mehr Schnee unser südliches Tirol zu bieten hat.

Waldende Fleckner

Die Sonnenstrahlen beginnen uns vermehrt zu wärmen und ich entledige mich eines Teils meiner Kleidung. Es geht in gemütlicher Steigung weiter und wir genießen die herrliche Bergwelt die sich vor uns auftut. Je weiter wir an Höhe gewinnen umso mehr macht sich der Wind bemerkbar. Teilweise ist es recht warm, doch so an mancher Stelle weht uns ein kühler Wind um die Ohren. Man sieht von der Ferne wie schon die ersten Skitourengeher die Abfahrt genießen. Die Spur ist ein wenig eigenartig und man hätte den Anstieg auch in weniger Kehren leicht bewältigen können, doch wir folgen dieser in angenehmer Steigung und ich bleibe immer wieder stehen um den Blick zu genießen und das eine oder andere Foto zu schießen.

P1010978

Kurz vor dem letzten Anstieg

Der Wind macht uns zunehmend zu schaffen und meine Kappe ist vom gefrorenem Schweiß schon total steif. Ein entgegenkommender Skifahrer macht uns auch darauf aufmerksam, dass der Gipfel nicht wirklich zum Verweilen einlädt. Das letzte Stück wird nordseitig vom Gipfel genommen und ist zumindest ein wenig windgeschützt und es sind nur mehr ein paar wenige Kehren zu meistern, ehe wir endlich oben ankommen.

Verdammt windig

Verdammt windig

Es ist ein schnelles Um- und Abziehen der Felle angesagt, ehe wir die Abfahrt in Angriff nehmen. Kappe und Pullover wechseln, Helm aufsetzen und ab geht’s bevor mir die Finger komplett abfrieren. Schon nach einigen wenigen Schwüngen (bei meiner Skikunst kann man zwar nicht von Schwüngen sprechen, aber das ist eine andere Geschichte) und uns wird schon wieder wärmer. Wir kommen bei einer kleinen Hütte vorbei, wo sich schon andere Gleichgesinnte gemütlich in der Sonne breitgemacht haben. Wir gesellen uns dazu und genießen die wohltuenden Sonnenstrahlen.

Rast inkl. Jause muss sein

Rast inkl. Jause muss sein

Bei der weiteren Abfahrt folgten wir der falschen Spur welche Richtung Bichl (Colle) führte und mussten so eine etwas mühsame Abfahrt und in weiterer Folge Abstieg (mit Ski wäre es hier nicht mehr weiter gegangen) in Kauf nehmen. Doch bald kamen wir wieder auf den Forstweg und der Rest der Strecke war derselbe wie der Aufstieg und gleich darauf waren wir am Parkplatz angelangt.

Fazit: Für eine Einstiegstour perfekt. Nur etwa eine dreiviertel Stunde Anfahrtszeit und ein tolles Panorama, das wir leider am Gipfel nur allzu kurz in Anspruch nehmen konnten. Ansonsten nur zu empfehlen.

Fakten: Die Fakten müssen hier nicht gesondert aufgezählt werden, da diese Skitour sehr gut auf anderen Seiten beschrieben ist. Dennoch kurz noch einige Daten:

hm: ca. 860
km: eigenartiger Weise weist meine Aufzeichnung kurze 4,14 km auf. Auf dieser Seite liest man jedoch etwas von 7,4 km
Dauer: wir brauchten 1h und 42min. Angeschrieben auf der zuvor erwähnten Seite: 2 1/2h

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