Kellerjochhütte

Okay….. wer seinen ökologischen Fußabdruck besser aussehen lassen will, sollte diese Runde meiden. Zumindest wenn man es als “Zwerg-am-Berg”-Tour sieht. Weil um diese Runde mit dem Zwerg zu machen, fahren wir bis zum Loassattel, bzw. bis kurz davor: Parkplatz voll…. Gipfelmesse Gilfert. Na ja, haben wir nicht gewusst, aber Gott sei Dank finden wir in der letzten Kurve ganz offiziell und ohne irgendjemandem im Weg zu stehen eine Parkmöglichkeit. Also jedenfalls einiges an Anfahrtszeit. Bis Schwaz, dann Pillberg hoch und dann nach Bezahlung von drei Euro Maut (oder Parkplatzgebühr) weiter rauf zum Loassattel. Start ist dann bei 1.675m, also eh schon hoch oben.

Blick beim Abwärtsgehen zurück zur Kapelle

Wie bei vielen anderen Zielen, gibt es auch hier nicht nur einen Weg rauf. Viele Wanderer (ich sag mal “gemütliche” Wanderer) fahren auch mit der Bahn zum Hecherhaus um dann die 350 hm gemütlich anzugehen. Uns bleiben drei (für uns vernünftig erscheinende) Varianten über. Meine am Vortag erdachte (geplante) wäre über den Druckbichlsteig gewesen. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns aber für den steilsten Weg Nr. 316 welcher auch jener Weg zum Kuhmesser ist. Den Kuhmesser selbst lassen wir rechts liegen. Unser Zwerg ist bereits wieder aus ihrem Buckelkraxnschlaf aufgewacht und aufgrund der angeschriebenen (mir viel zu lang vorkommenden) Zeit, visieren wir direkt die Kellerjochhütte an.

Weg Nr. 316

Wie sich dann bald heraus stellt, haben nicht nur wir die Idee gehabt hier unseren Sonntag zu verbringen. So wird jedenfalls nichts mit der geplanten Einkehr und wir genießen eine Zeit so hier oben und jausnen das wenig Mitgebrachte. So dann wird wieder aufgesattelt und der Weg in Richtung Berghaus Hecher anvisiert.

Richtungsweisend

Es kommen immer noch Menschen (eben die meisten vom Hecher) herüber. Wir biegen irgendwann Richtung Naunzalm Hochleger ab, nehmen aber gleich darauf nicht den Weg dorthin sondern den mit der Nummer 311. Unser Ziel der Loassattel ist auch schon wieder angeschrieben. 50 Minuten werden vorgeschlagen. Diese benötigen wir auch fast – zu unserer Verwunderung, brauchen wir auch mit Kraxn selten die angegebene Zeit.

Fast wie eine Steppe

Unserer Zwerglein hat sich es mittlerweile auch schon wieder überlegt und die Tour als langweilig erachtet und somit ist sie erneut eingeschlafen. Kurz vor der Loas wird sie wieder munter und wir kehren auf ein Schnitzel und Weizenbier bzw. Radler noch für fast zwei Stunden ein um dann satt und zufrieden die Heimfahrt anzutreten.

Fazit:
Sehr schöne Herbstwanderung und auch Moosbeeren (Blaubeeren) so wie Granten (Preiselbeeren) findet man hier noch massenweise. Mit Buckelkraxn ist unser (steiler) Weg eher etwas für dicke Wadln und kräftige Oberschenkel, muss man doch zeitweise ziemlich hoch steigen.
Höhenmeter:
600
Strecke:
Sieben Kilometer. Also nicht wirklich viel.
Dauer:
Reine Gehzeit mit sehr viel Stehenbleiben beträgt 2h 38min. Garmin Connect sagt mir zusätzlich noch die Zeit in Bewegung, welche 2h 16min. betrug. Muss aber dazu sagen: geschwitzt habe ich 🙂

Blick Richtung Stanser Joch :D

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