Internet fasten

Eine Detox-Kur ist ja ziemlich in. Noch inner ist digital Detox-Kur. Doch ich meine ein digitales Entgiften geht nur, wenn man auf einer einsamen Insel ist und dort keinerlei Kommunikation zur Außenwelt hat. Darum nenne ich das, was ich gemacht habe “Internet fasten”. Ganz ohne Digital geht (fast) nicht. Da müsste ich ja meine Fenix zu Hause lassen, alles bar zahlen und nicht mal fernsehen. Also war es bei mir einfach eine gewisse Zeit (zwei Wochen Urlaub) (fast) ganz ohne Internet. Und das ist gar nicht sooo einfach, wie es klingen mag, vor allem, wenn man im Land bleibt.

Nach dem Fasten….

Ich deaktiviere also mal auf meinem Smartphone die Daten und WiFi sowieso. Alles was ich zuvor wissen muss, wie z.B. die Adresse der Unterkunft, habe ich mir notiert. Und wow, wir fanden ohne Navi (ich weiß ging auch offline) auf Anhieb hin 🙂 Die erste Tour für den nächsten Tag haben wir schon im Voraus geplant und mit ein bisschen Reden unserer Vermieterin benötigten wir keine weitere Information aus dem Netz.
Irgendwann wurde es natürlich Abend und das Zwergerl schläft schon in ihrem Gitterbett. So und jetzt nix mit Facebook schauen, online shoppen, whatsApp schreiben und so weiter. Nein: wir haben seit langem wieder mal fern gesehen. Und Kottan ermittelt war dafür perfekt 😀

Ohne Wetter App

Am nächsten Tag war guter Rat teuer: wie wird das Wetter am Mittwoch? Bergfex, Meteo Blu und Co. waren nicht greifbar. Eine Möglichkeit wäre Teletext gewesen, habe ich aber irgendwie nicht hinbekommen. Da war Tirol Heute die nächste Wahl. Ist zwar nicht so genau, aber besser als gar keinen Wetterbericht.
Schwierig wird dann allgemein eine Tourenplanung. Ohne Internet ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit. Ziele haben wir jedoch bereits zu Hause ausgesucht, eine genaue Planung fehlte jedoch und auch Abweichungen vom Plan können ja durchaus möglich sein. Eine Applikation wie apemap mit der man (wenn man sie digital auf das Smartphone überspielt hat) Kompass Karten oder Ähnliche offline (also ohne Internetzugang) ansehen kann sind da klar von Vorteil. Und hier erkennt man klar den Unterschied zu digital Detox. Internet – NEIN/ digital – JA. Wären wir jetzt im Jahr 19xx müsste ich auf analoges Kartenmaterial und Tourenführer zurückgreifen.

So was hätten wir gebraucht

Ich muss ganz ehrlich sein: wenn es gar nicht ging (weil wir es einfach nicht mehr anders können) griffen wir über Nina’s IPad auf das Internet zurück. Dies blieb jedoch die komplette Ausnahme. z.B. haben wir hier herausgefunden, dass die Karlsbader Hütte ab Freitag geöffnet hat. Geplant war ursprünglich der Donnerstag. Natürlich hätte uns ein Tourismusbüro auch diese Information liefern können, aber wie gesagt: wir sind es schon nicht mehr anders gewohnt 🙁

Es gibt im Prinzip gar nicht viel mehr zu schreiben. Nur so viel:

  • die Gespräche am Abend waren fein 🙂
  • der Akku des Smartphones hat eine Woche ausgehalten
  • der Griff zum Handy um zu sehen ob man was versäumt hat, hat man sich schneller abgewöhnt als man denkt.
  • zum Weiterempfehlen!

Und das ist nicht nur meine Meinung sondern wirklich ein Vorschlag: probiert es auch mal. Es gibt euch mehr, als ihr glaubt, dass euch fehlt. Es fehlt euch wirklich an nichts!

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