Hühnerspielhütte Südtirol

Ja schon Südtirol, grad und grad. Also weit hinter die Grenze muss man dazu nicht fahren. Man nehme die Ausfahrt Brenner Zentrum und fährt weiter Richtung Gossensass (also nur die Richtung, wenn in Gossensass bist, bist schon zu weit, außer du kommst vom Süden) und dann bevor die Bundesstraße eine tatsächliche 180°-Kurve macht muss man links abbiegen (also von Norden kommend). Da sind zwar zwei große “Einfahrt verboten”-Schilder, aber das betrifft nur die große Straße. Links daneben ist da noch eine kleine einspurige Fahrbahn, welche uns zum Parkplatz Dachs führt. Der ist zwar nicht groß, aber zu dieser Jahreszeit finden wir leicht einen Platz. Also jedenfalls ist das unser Startpunkt bei ca. 1.300 m über dem Meer. Es ist auch gleich eine Beschilderung zu finden, die uns den Weg weist.

Eine Stunde und vierzig Minuten haben wir unseren Zwerg noch nie getragen und wir wissen nicht wirklich wie die Südtiroler ihre Zeiten anschreiben. Wir sind gespannt, planen jedoch weitaus weniger Zeit ein. Zuerst folgen wir einer Forststraße um bald darauf (nicht sofort) links in einen Steig (Wegweiser vorhanden) einzubiegen. Eine Stunde dreißig Minuten steht dort nun. Ich vermute Schlimmes, haben wir bis hier her mehr als zehn Minuten benötigt. Nina schaut mal auf apemap nach, wie hoch die Hütte liegt: 1.868m Wir sollen (von hier aus) für ca. 450hm eineinhalb Stunden benötigen? Da muss es schon recht oft wieder bergab gehen. Tut es aber nie.

Der Steig führt uns immer wieder auf den Forstweg und geht durch Wald und über Wiesen. Ein feiner abwechslungsreicher Steig mit Rückblick ins Pflerschtal, welchen wir erst beim Abstieg wirklich wahr nehmen. Jedenfalls erreichen wir die Hütte nach ca. einer Stunde und sieben Minuten. Die Südtiroler rechnen also ähnlich wie bei uns 🙂

Oben angekommen genießen wir ein köstliches Mittagsmahl: Goasnocken auf rote Bete (hauchzarte Blätter) bzw. Kartoffel Schluzer mit Spargel-Speck-Füllung. Als Nachtisch teilen wir uns eine Schneemilch und genießen einen Espresso dazu. Ich trank ein akoholfreies Bio-Dinkel-Weißbier zur Hauptspeise.

Genuss

Als Digestif gab es einen angesetzten Latschenschnaps. Man kann hier wirklich sagen, wir sind da des Essen wegens rauf gegangen. Ein wirklicher Genuss! Da das Wetter jedoch nicht ganz so mit spielte, mussten wir es drinnen genießen. Danach zeigte sich jedoch die Sonne wieder und wir haben uns Zeit gelassen mit dem Zusammenpacken.

Wir haben Lucy noch in der Wiese spielen lassen, haben mit ihr noch herum geblödelt und hatten so noch eine feine Zeit. Zeit auch ein paar Fotos zu machen.

Abstieg ist wie Aufstieg, obwohl wir hier mehr die Forststraße nahmen. Ganz zum Schluss haben wir uns noch für einen nicht beschilderten Weg durch den Wald entschieden, welche uns auf der Forststraße ca. 400m vor dem Parkplatz wieder ausspuckte.

Fazit:
Schöne Tour mit tollen Aussichten und es rentiert sich auch nur zum Essen hier hoch zu kommen. Man kann übrigens auch mit dem Mountainbike dieses Ziel erreichen.Weitere Ziele in der Nähe: Ziroger Höhenweg, Zirogalm, Amthorspitze
Höhenmeter:
550 hm
Strecke:
nicht erwähnenswert: 3,5 km
Dauer:
aufwärts: 1h 7min. / abwärts (teilweise eher Forstweg) 1h

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