Waldhorbalpe

In meinem einleitenden Post zum Thema Zwerg am Berg habe ich ja schon geschrieben, dass wir mittlerweile schon einige Touren mit unserer Prinzessin gewandert sind und so schon etliche Höhenmeter gesammelt haben. Erst heute war Nina mit Paula wieder mal St. Magdalena im Halltal. Mit diesem erstem Post möchte ich euch die Tour zur Waldhorbalpe näher bringen.

Vomperberg 68, Waldhorbalpe

Wir besitzen für unser Baby die Kids Comfort 3 von Deuter und sind wirklich zufrieden. Vergleich haben wir ja keinen. Natürlich ist man mit so einer Kraxn eingeschränkt, was die Wahl der Ziele / Touren angeht. So war Nina – wir waren bereits mit dem Auto Richtung Vomp unterwegs – nicht gerade begeistert, als sie auf ihrem Smartphone eine Tourenbeschreibung durchlas: steil…. steil…. steil…. Ich habe gesagt, dass es mehrere Ansichten von ‘steil’ gibt und sie soll abwarten. Ich selbst bin dort aber auch noch nie rauf gegangen und habe die Strecke nur auf der AV-Karte überflogen. Schau ma mal, dann seh ma scho….
Wir starten also für den Aufstieg bei der Karwendelrast (Vomperberg). Der Weg fängt sofort mit einem kurzen Steig an. ‘Steil’ ist wirklich Ansichtssache. Ja, es geht bergauf, logisch, aber steil? Okay, wir kommen jedenfalls gleich wieder auf einen Forstweg, den wir bis nach Asten folgen. Dort geht links wieder ein weiterer Steig weg, welchen wir auch nicht mehr verlassen werden.

Blick ins Inntal und rechts zum Walder Joch

Natürlich muss hier klar gesagt werden, dass diese Art von Wanderung nicht jedermanns Sache ist. Also mit Kraxn meine ich. Vor allem muss bedacht werden, dass man diesen Weg ja auch wieder bergab gehen muss. Ich will da jetzt nicht prahlen, wie gut trainiert ich bin (es gibt bei weitem viel viel bessere) aber ohne solide Kondition und Kraft sollte man es sich zwei mal überlegen, so etwas zu machen. Die Beine werden vor allem beim bergab Gehen äußerst beansprucht und hier sollte jeder Tritt passen. Ebenfalls die Körperspannung so wie das Gleichgewicht halten haben sehr hohe Priorität. Da ist nichts mehr mit kleinem Stolperer ausgleichen, da sollte wirklich jeder Stolperer vermieden werden. Aber zurück zur Tour. Wir sind ja auf einem gemütlichen Steig, auf dem man immer wieder schöne Blicke ins Inntal hat, so fern man diese als schön bezeichnen kann, ich tu es selten.

Richtung Bärenkopf

Irgendwann kommt man an einen Wegweiser, der uns zeigt, dass es links zum Bärenkopf ginge. Wenn man hier anlangt hat man bereits das steilste Gelände hinter sich. Einmal ein kleiner Fels, bei dem meine Füße fast zu kurz waren, musste man meistern, ansonsten sehr feines Gehgelände. Jetzt ist es dann nicht mehr wirklich steil und erst kurz vor der Alpe geht es nochmal etwas bergauf. Nach nicht ganz eineinhalb Stunden haben wir unser Ziel erreicht und Lucy ist mittlerweile auch wieder wach geworden und freut sich dann auf ein Essen auf der Terrasse. Ich gönne mir den letzten Gösser Radler, den es im Selbstbedienungskästen gibt.

Die Alm selbst hat noch nicht offen. So sind auch die Besucher hier sehr rar, was uns sehr entgegen kommt. So können wir uns gemütlich ausbreiten.

Jausenzeit

Wir genießen alle drei jedenfalls die Zeit hier oben und planen bereits die nächste Wanderung 🙂 Nach dem Abstieg beenden wir diesen Tag bei Kaffee und Kuchen bei der Karwendelrast.

Fazit:
Sehr schöne Tour und ein lohnendes Ziel. Mehr das Ziel selbst als die Strecke. Mir gefällt es nicht auf einen riesigen Parkplatz oder / und Schotterwerk (?) runter zu sehen.
Höhenmeter:
Fast 700m
Strecke:
6,8 km
Dauer:
Rauf und runter: zwei einhalb Stunden.

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