Rappenspitz – Karwendel

Das Karwendel hat ja so einige Gipfel zu bieten. Manche sind leicht andere wiederum etwas schwieriger zu erreichen oder gar zu besteigen. Die Rappenspitze gehört da zu den Leichteren. Weder von der Dauer noch von der Ausgesetztheit verlangt dieser Gipfel von dir viel ab. Ein lohnendes Ziel ist sie jedoch allemal.

Um zu unserem Ziel zu gelangen, nehmen wir eine Autofahrt von ungefähr vierzig Minuten in Kauf. Im Prinzip ist es natürlich möglich diesen Gipfel ohne motorisierter Hilfe zu erreichen, heute wollten wir jedoch alles gemütlich angehen. So starten wir unsere Tour auch erst gegen zehn von Pertisau aus. Wir sparen uns die Maut und fahren mit dem Fahrrad ins Falzthurntal und lassen dies dann bei der gleichnamigen Alm stehen. Von hier geht es gleich zügig durch den Wald bergauf und man gewinnt rasch an Höhe. Nach sechs hundert Höhenmeter erreichen wir die Dristalm. Eine wunderbar idyllisch gelegene jedoch nicht bewirtschaftete Alm. Zu dieser Zeit sind auch die Tiere längst im Tal.

Hier haben wir auch ca. die Hälfte der Höhenmeter bereits hinter uns gebracht. Das steilste Stück haben wir auch schon längst hinter uns und es geht gemütlich, gemächlich ansteigend dahin. Den Weg kann man hier nicht verfehlen, sind doch genügend Markierungen und selten Abzweigungen ins Nirvana vorhanden. Nur einmal kommt man an eine Kreuzung – dafür gibt es aber die hilfreichen Schilder des Alpenvereins 🙂

Obwohl bereits (oder noch immer) teilweise Schnee liegt sind die Markierungen nicht zu übersehen. Also wirklich Touristentauglich. Kurz vor dem Gipfel wird es noch kurzzeitig für den nicht so Bergsteig versierten Wanderer interessant.

Von der Ferne aus betrachtet sieht dieser Kamm sehr verführerisch aus und man erreicht das Gipfelkreuz dann in weniger als zehn Minuten. Oben angelangt sind an diesem wundervollen sonnigen Herbstag gerade mal sechs Gleichgesinnte anzutreffen. Nach fünfzehn Minuten haben wir jedoch den Gipfel für uns allein 🙂

Wir sitzen dort kurzärmelig, essen unsere Jause und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen, ehe wir wieder den Abstieg in Angriff nehmen. Dieser ist derselbe wie der Aufstieg. Natürlich könnten wir verlängern und so zur Gramaialm absteigen. Das wollen wir heute aber nicht. Wir schauen, dass wir zu unserem wohlverdienten Bier kommen 🙂

Fazit:
Eine gemütliche, nicht allzu lange Tour in toller Kulisse mit zeitweisem Blick auf den Achensee und sonst auf die umliegenden Berge des nordöstlichen Karwendels. Und das nächste Mal nehme ich wieder meine Kamera mit. Mit dem Handy is des nix…..
Höhenmeter:
zu Fuß: 1.200
Dauer:
angeschrieben von der Alm bis zum Gipfel: 3h 30Minuten. Benötigt: 1h 46min. Keine Ahnung, wo wir die eine Minute liegen gelassen haben 😉 Gesamtzeit rauf / runter ohne Pausen: knappe drei Stunden.

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