Die vielen Wege zur Alpensöhne Hütte

Kürzlich wurde ich von einer ehemaligen Schulkollegin, die ich zufällig getroffen habe, gefragt, wie lange ich denn zur Alpensöhne Hütte benötige. Nun denn, ich konnte es nicht beantworten. Sie meinte: “Aber du schaust doch bestimmt auf deine Uhr und weißt es genau!”. Stimmt, da hat sie recht, ich weiß, wie lang ich brauche. Meist weiß ich auch von Teilstücken von einer längeren Strecke die genaue Zeit. Ich hab kurz überlegt und bin davon ausgegangen, dass sie den ganz normalen Weg über das Halltal, bis zum Stollen und dann rechts rauf und dann bei der Abzweigung zur Bettelwurfhütte wieder rechts meint. Na, ja. Vierzig Minuten, wenn überhaupt. Später habe ich mir dann gedacht: diesen Weg nehme ich so gut wie nie, denn es gibt so viele andere…..

Im Wald eingebettet

Mein Lieblingsweg zu dieser Hütte führt verlängert über die Schäfer Hütte. Hierzu nehme ich einen selten begangen Steig, welcher auf der Kompasskarte nicht eingezeichnet ist. Auf einer alten Alpenvereinskarte ist dieser jedoch noch punktuell zu sehen. Ein guter Startpunkt hierfür ist der Parkplatz zur Sprungschanze in Absam. Man geht zuerst zur Richtung Schanze dann links weiter Richtung Maximilianbründl. Irgendwann biegt man davor jedoch rechts ab in einen Weg, der zu einem Wildfutterplatz und so dann steil bergauf führt. Hier muss man dann den Einstieg linker Hand, welcher gleich ein bis zwei Minuten nach dem Platz kommt,  in den Steig finden. Diesen folgt man bis man wieder auf einem Forstweg landet. Dort dann nicht wirklich zu erkennen auf eine Wiese (vorsicht Zecken!) und weiter rechts bergauf auf einen Rücken. Bald darauf kommt man wieder auf einen Weg, welcher der Forstweg “Rundwanderweg Usterberg” ist. Den überquert man und steigt sofort wieder in einen Steig.

Hier kann man sich dann nicht mehr verlaufen. Einfach dem Pfad folgen und bald sieht man von weitem schon rechter Hand die Schäferhütte. Dann komt man auf dem Steig, welcher der Verbindungsweg von der Alpensöhnehütte zur Hinterhornalm ist. Ich spring dann immer noch kurz zum Fallbach, stille meinen Durst, dann noch rasch zur Hütte und Aussicht genießen. Gleich darauf wieder zurück und immer dem markierten Steig Richtung Westen folgen. Kurz vor der Hütte bleibe ich oberhalb und komme dann zu einem sehr netten Plätzchen direkt über der Alpensöhnehütte.

Oberhalb Alpensöhnehütte

Bergab wähle ich meist den Normalweg, den ich anfangs erwähnte. Das hängt aber wieder davon ab, wie ich rauf gekommen bin. Je nach Schuhwerk wäre auch noch die Möglichkeit, dass man von diesem Kreuz sich bergab rechts hält. Der Weg ist zurzeit auch besser ausgeschnitten als früher. Hier kommt man dann zur Winklerwand und kann dort dann die Reisn nehmen. Hier gelangt man dann auf den Weg Nr. 222 welcher zur Bettelwurf Hütte führt. Ein mir noch bis vor kurzem unbekannter Weg ist der sogenannte Leni-Kluckner-Steig. Hierzu nimmt man den Normalweg jedoch biegt man nicht rechts zur Alpensöhnehütte ab, sondern bleibt auf dem Weg Nr. 222. Irgendwann ist ein kleiner Steig nach rechts erkennbar, den nimmt man nicht, sondern geht noch weiter bis ein zweiter rechts weg geht – ist gut ersichtlich. Hier findet man dann sogar Markierungen vor.

Leni-Kluckner-Steig

Auch dieser Steig ist auf der Kompasskarte nicht verzeichnet. Meine alte Alpenvereinskarte zeigt diesen jedoch wieder punktuell. Ganz genau kann ich’s jedoch nicht ausmachen. Über diesen Weg gelangt man dann zum oben erwähnten Kreuz und somit zur Alpensöhnehütte.

Ein sehr bekannter Steig ist auch jener, welcher über die (private / neue) Halltaler Hütte führt. Leider habe ich hierzu keine Bilder bisher gemacht, gehe ich diesen Steig ja schon seit vielen Jahren dort rauf – und irgendwie macht man dann keine Fotos mehr. Hier jedoch eines von einer Bank aus kurz nach der Forststraße Runderwanderweg Usterberg Richtung Hochmahdkopf fotografiert.

Hochmahdkopf

Dann fällt mir noch eine ganz andere Weg ein: Wir parken bei der Bogner Aste und gehen eben diesen Rundwanderweg – ist angeschrieben. Dies ist eine Forststraße. Irgendwann endet jedoch diese und rechts geht es dann zur Halltaler Hütte rauf. Links würde es den Steig runter zum Maximilian Bründl gehen. So, aber was ist gerade aus? Da ist ja noch ein Steig! Das ist natürlich ein weiterer Weg, von dem ich auch noch Fotos schuldigen bleibe. Dieser Steig kommt direkt vom Halltal herauf. Man sieht ihn sehr gut, wenn man bei der ersten Ladhütte angelangt ist. Auch ein feiner (steiler) Steig.

Das wären mal die Wege. Wenn mir ganz fad ist, hänge ich noch bei Gelgenheit die gpx-Daten an.
Was ich noch erwähnen möchte und man nie vergessen darf: auf manchen Steigen ist sogar Trittsicherheit erforderlich. Vor allem bei jenem, welcher über die Schäferhütte führt. Andere wiederum sind leicht zu gehen und auch für Kinder machbar. Aufpassen muss man meist bei Nässe. Da sind der Normalweg und jener über die Halltaler Hütte noch begehbar, aber wahrscheinlich auch matschig. Schön sind sie alle. Schaun wir mal, ob ich nicht doch noch einen versteckten Steig finde. Habe beim Betrachten der Karte noch ein paar Punkte entdeckt 🙂

Maximilian Brünnl

Ach und noch was: Für mich fällt das Ganze nicht mehr unter der Kategorie “Wandern” und schon gar nicht unter “Bergsteigen” sondern unter “Quickstep” oder aber eben sogar “Trailrunning”. Nur so zur Info….. Und hier noch der Link zu meiner Aufzeichnung Schäfer- Winklerhütte bei Garmin Connect.

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