Tausend Kilometer weit weg – Teil IV – die Amalfi Küste

Da ich es selber nicht mag, wenn man so viel lesen muss, habe ich mich nach dem letzten Post dazu entschieden, noch einen vierten Teil anzuhängen. An diesem Tag verabschieden wir uns von meiner Schwester, Schwager, Nichte und deren Tochter – also Großnichte – und begeben uns noch weiter Richtung Süden. Wir dürfen aber noch ein paar Zitronen aus ihrem Garten pflücken, ehe uns unsere Fahrt über die Amalfi Küste führt.

Zitronenbaum im Garten meiner Schwester

Also erst mal in Richtung Sorrent ehe wir dann rechts auf die SS145 abbiegen und später dann auf die SS163 gelangen, jener Straße, auf der wir uns die gesamte Küste entlang schlängeln. Viele Möglichkeiten anzuhalten gibt es auf dieser Straße leider nicht, so hat man es als Fahrer relativ schwer die tolle Aussicht zu genießen – vor allem bei dem an diesem Tag strahlenden Sonnenschein. Eine Möglichkeit nehmen wir jedoch wahr und schauen aufs ruhige Meer hinaus.

Dort kaufen wir noch eine überteuerte Esszitrone, kurz mal angefragt, wie viel die Erdbeeren kosten und dankend abgelehnt. Weiter geht es also auf der kurvenreiche Strecke bis nach Positano, wo wir vorhatten eine Rast einzulegen und das südliche Flair zu genießen. Leider schmiegte sich am Straßenrand ein Auto nach dem anderen und einen Platz zu finden war schier unmöglich. Geschafft haben wir es dann dennoch kurz vor Vettica Magiore bzw. Praiano.

Ein wenig noch auf der Hauptstraße entlang spaziert ehe wir dann in das kleine Dörfchen gelangen. Hier genehmigen wir uns wieder mal einen süditalienischen Espresso und spazieren weiter. Durch Zufall finden wir eine kleine Seitengasse (viele Straßen gibt es hier nicht wirklich) und zwar die Via Rezzola. Diese Variante führt uns verführerisch durch eine Gasse welches später zu einer Treppe wird und uns bis ans Meer bringt.

Sternzeichentöpfe

Hier sind wir komplett alleine und haben auch noch einen letzten Blick auf die Faraglioni, sehr markante Felsen vor Capri. Beim Wiederaufstieg zähle ich die Treppen, welche wir meistern müssen, ehe wir wieder zur Hauptstraße gelangen. So weit ich mich nicht verzählt habe, waren es an die vier hundert. Die Via Rezzola wird zur Via Masa und ist genauso herzlich angerichtet wie die ‘Straße’ zuvor.

Jetzt muss ich aber weiter, ansonsten gibt’s noch einen fünften Post…. Also weiter geht’s nach Amalfi, wo wir auf einem größeren Parkplatz unser Auto abstellen können. Wir spazieren in die Stadt, welche von Touristen nur so strahlt. Wir schlendern kurz durch die engen, von Treppen gesäumten Gassen, trinken erneut einen Espresso und essen noch ein Eis auf den Treppen vom Dom zu Amalfi. Diesen Platz teilen wir mit massig anderen Menschen.

Danach begeben wir uns noch ein wenig mit dem Auto nach oben. Der Reiseführer schlägt es uns vor. Bis auf die Fahrt an sich war es jedoch eher ein Schuss ins Knie. Dennoch: die Fahrt hat mir als Fahrer wirklich sehr gut gefallen, auch wenn ich dieselbe Strecke wieder runter fahren musste. Dann geht es weiter in das kleine Dörfchen Rivallo. Diesen Abstecher kann ich nur empfehlen. Wir haben zwar nicht wirklich viel gesehen, dennoch sind wir von Anfang an begeistert von der Romantik die dieser Ort ausstrahlt. Richard Wagner soll hier vor langer Zeit mal residiert und eines seiner Stücke zu Ende komponiert haben. Rivallo bezeichnet sich überhaupt selbst als Stadt der Musik.

Das winzige Hotel in dem wir nächtigten war auch wirklich göttlich. Dort nehmen wir unser Frühstück auf unserem Minibalkon ein. Für die Terrasse selbst war es an diesem Tag zu windig. Nach einem erneuten Spaziergang durch das Dorf (am Vortag war es ja schon zu dunkel um viel davon zu sehen) traten wir die weitere Reise an, machten noch Halt in Minori und dann fuhren wir weiter in die Berge. Man könnte noch an der Küste bis kurz vor Salerno fahren und dort auf die Autobahn. Wir entscheiden uns für die Fahrt durch die Berge und haben dort dann noch einen tollen Ausblick auf den Vesuv von der anderen Seite – das Bild ist im vorigen Beitrag zu sehen. Dann wieder abwärts und ab auf die A3 und Richtung Heimat. Ein toller entspannter Urlaub geht zu Ende….. Wir kommen wieder 🙂

Ich hoffe, meine (unsere) Reise hat den Lesern gefallen. Auch wenn ich es wahrscheinlich nie erfahren werde, wer und wie viele dies lesen, ich werde es weiter tun. Es gibt immer etwas zu erzählen….!

 

One Comment

  1. Die meisten Leser kommentieren auch nicht Axi, gebe dir Recht, dass du sie nie kennenlernen wirst. Ja keine Regung in der Öffentlichkeit. Man nimmt nur selber auf und verbreitet bestenfalls kommentarlos anderer Beiträge, dies allerhöchstens mit Bezeigung seiner grundsätzlichen Einstellung dazu mittels Auswahl seiner Grundeinstellung durch Zuhilfenahme von vorgegeben Grafiksymbolen. Die wahren Abenteuer verbleiben im Kopf.

    Gratuliere zur Vermittlung von gelungener idyllischer mediterraner Stimmung eurer

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *