Tausend Kilometer weit weg – Teil II

Okay, ich komm da oftmals ein wenig durcheinander. Auf alle Fälle sind wir angekommen, bei meiner Schwester. Am nächsten Tag nur kurz mal einen kleinen Ausflug und am übernächsten Tag Sorrent und Punta Campanella. Punta Campanella hab ich aber nicht mehr beschrieben, denn da bin ich dann bei meinem letzten Blogeintrag ja stehen geblieben. Den streife ich hier aber nur ganz kurz. Man fährt bis Termini, stellt das Auto dort ab und wandert dann zu Fuß weiter. Es sind ca. 3,5 Kilometer und man kommt Capri am Festland so nah wie sonst nirgends. Sechs Kilometer trennen uns noch von der Insel.

Die Wanderung ist angenehm, verläuft jedoch leider anfangs nur über Asphalt und erst später wird es fast komplett Autofrei. Hier unten ist es so gut wie nirgends Autofrei, die kommen überall mit ihren Vehikeln hin.
Beim Retourweg machen wir noch einen kleinen Abstecher und erfahren erst später, dass es hier einen Wanderpfad zu dem Punkt gibt, an dem wir gerade gestern gewesen sind. Es ist aber heute zu heiß und wir sparen uns diese Wanderung, haben aber doch noch einen tollen Ausblick gehabt, den wir sonst nicht gehabt hätten.

Am Abend jedenfalls wieder Verköstigung vom feinsten und am nächsten Tag ist Neapel dran. Peppino hat uns mit dem Auto nach Sorrent gebracht und wir haben den Zug nach Neapel genommen. Ausgestiegen: Napoli Garibaldi.

Also, was gibt es über Neapel zu erzählen. Meine damaligen (über zwanzig Jahre her – ich bin tatsächlich schon so alt) Erinnerungen sind wirklich nicht besonders positiv, dann noch die Müllgeschichte vor ein paar Jahren. Ja, da ist man dann negativ eingestellt. Und was geschah: ich war positiv überrascht. Neapel ist mit Sicherheit einen Besuch Wert, wenngleich überall Baustellen überhand nehmen, kann man doch erahnen und teilweise sogar sehen, wie prunkvoll und schön diese Stadt und vor allem die Altstadt ist.

Es ist wie in der Natur: wenn man nur einfach ‘spazieren’ geht, dann wird man nicht sehen wie wundervoll diese ist. Man muss ein Auge dafür haben und ab und zu einfach mal stehen bleiben und schauen. So spazieren wir durch die Gassen – nachdem wir einen tollen Espresso um € 0,90 genossen haben und bewegen uns Richtung Hungerburg. Also eine Bahn, die uns nach oben führt. Und zwar nach Vomero, wo wir die Stadt von oben betrachten können. Das Castel Sant’Elmo sparen wir uns. Kostet zu viel und wir haben noch viel vor. Irgendwie irren wir durch die Gegend, besuchen dabei den Parco di Villa Floridian, in dem uns immer wieder Baustellgitter den Weg versperren und finden nach ein paar Irrwegen eine weitere Hungerburgbahn nach unten. Die, die wir suchten gab es leider nicht mehr: Baustelle.

Dann suchen wir uns noch eine Pizzeria und essen die schlechteste Pizza in ganz Neapel und suchen uns unseren Weg Richtung Bahnhof. Irgendwie zwar irgendwann den falschen…. und uns ist ein bissal unwohl dabei…. aber wir schaffen es. Später erfahren wir, dass wir wohl das übelste Viertel von Neapel angekratzt haben. So kam es uns auch vor und wir waren froh, als wir es hinter uns hatten und wir uns wieder zwischen Touristen verstecken durften. Den Piazza del Plebiscito und Galleria Umberto nehmen wir auf unser Stadttour auch noch mit. Nina ist von der Galleria Umberto etwas enttäuscht. Einerseits weil schon wieder Baustelle (inside) und andererseits weil es an Noblesse fehlte. Ein McDonalds in der Galleria Umberto??? Geht gar nicht….

Tja, dann machen wir noch einen Schwenker über eine Baustelle und kamen wieder zu unserem Bahnhof. Das war dann unserer Neapelausflug. Und wie im ersten Post erwähnt: 25.585 Schritte, 25 Stockwerke und 19,9 Kilometer. Auch nicht schlecht.
Ich wollte in diesem Posting zwar noch den Vesuv dran hängen, aber ich glaube, er ist jetzt schon zu lang.
Bis zum Ende gelesen? Alle Achtung, hätte ich mir nicht gedacht 😉
Also beim nächsten Mal gibt’s den Besuch auf dem Vesuv und wenn es nicht zu viel wird ein wenig Amalfiküste… okay??

 

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