Bodner Berg – Pflerschtal

Das Pflerschtal – nicht groß – nicht weit, aber Skitouren genug. Acht an der Zahl, sechs davon vom Ende des Tales und zwei davon von Innerpflersch bzw. St. Anton, von wo auch wir starten. Die zweite Tour hier wäre die Wetterspitze. Wir bevorzugen heute aber eine Lawinen sichere Variante. Start ist der sehr gut bei St. Anton ausgeschilderte Parkplatz für Skitourengeher und Rodler – wirklich nicht zu verfehlen. Und so geht’s von dort aus gleich vorerst auf der Rodelbahn Richtung Alrissalm.

Kein Bodner Berg

Anfangs steht vom Bodner Berg überhaupt nichts geschrieben, aber wir wissen ja, dass wir erst mal zur Alm müssen. Nach drei Kehren bei hm 1.370 verlassen wir die Rodelbahn und kehren in die waldige Aufstiegsspur. Nach ca. 300hm und fünfzig Gehminuten (nur keinen Stress nicht) erreichen wir die Hütte. Gleich dahinter zweigen dann auch zwei Spuren ab. Eine rechter Hand und eine nach links. Rechst muss die Wetterspitze sein. Als wir der linken folgen sehen wir auch groß (ich glaube sogar das zweite Mal bereits) unser heutiges Ziel angeschrieben.

Ein Skitourenleitsystem?

Warum ich glaube das zweite Mal: ich glaube mich zu erinnern, dass sich weiter unten bereits ein solcher Wegweiser auf dem zusätzlich noch der Pfaffenberg als Skitour ausgeschrieben steht, befindet. Also noch ein weiteres Ziel in diesem Gebiet.
Wenn man sich am Vortag etwas die Karten angeschaut hat, ist es auf alle Fälle bei der vorhin erwähnten Abzweigung nur logisch, dass man links weiter geht. Nun ja, dann beginnt auch gleich der Aufstieg durch die Waldabfahrtsschleuse. Nicht weiter spannend… Nach dieser tut sich dann auch weites Gebiet auf und man sieht nur mehr Schnee 🙂

Nach dem Wald

So bleibt es auch. Die Hänge sind zwar schon ein wenig zerfahren jedoch lässt sich schon das eine oder andere Fleckchen finden auf der keine Spur zu finden ist (das zweimalige Erwähnen des Wortes ‘finden’ ist hier beabsichtigt).  Auf alle Fälle müssen wir den steilen Hang umgehen und nach links ausweichen. Ist hier jetzt nicht wirklich eine Schwierigkeit – die Spur ist ja eindeutig identifizierbar. Kurz vor dem Gipfel trennt sich zwar die Spur, aber ab hier ist es schon egal welche man nimmt. Wir wählen jene, die in Richtung Pfaffenberg weist und machen auch einen kleinen Ausflug auf ein Hügelchen. Und auch die Sonne zeigt sich und das bei leichtem Schneefall 🙂

Kurz vor dem letzten Gipfelschwung

Von da an sind es auch nur mehr knappe zweihundert Höhenmeter zum Gipfel, den kein Kreuz ziert – schade. Insgesamt befinden sich dann dort ungefähr zwölf Gleichgesinnte. So verweilen wir auch oben nicht sehr lange und begeben uns sodann auch gleich zur Abfahrt.

der obere Teil ist ziemlich zerfahren

Der Schnee ist toll und auch genug. Die Abfahrt macht teilweise auch mir Spaß. Ich tu mich zwar aufgrund meiner eher bescheidenen Skitechnik ein wenig hart, kann aber klar von einem Gefühl der Freude sprechen. Die Suche nach Tiefschnee ohne Spur ist auch erfolgreich und wo ziehen wir teilweise unsere eigene. Ab der Alrissalm gleiten wir gemütlich der eher mäßig steilen Rodelbahn bergab. Sogar jetzt um ca. 13:00 Uhr trifft man noch Tourengeher beim Bergaufgehen. Abschließend noch ein Bild kurz vor dem Gipfel.

Ein paar Schneeflocken und Sonne zugleich

Fazit:
Ach wäre der Winter doch schon viel früher hier gewesen. Dies ist ein Gipfel der mit Sicherheit verdammt viel Spaß macht, wenn es am Vortag genug geschnieben hat: Herrliche Hänge zum Abfahren. Hier kann man sich wirklich austoben. Und nebenbei wird dieser Gipfel als ziemlich Lawinen sicher beschrieben. Details auf den Seiten von sentres.
Höhenmeter:
1.100 geradeaus
Strecke:
ca. sechs Kilometer (eine Richtung – meine Angaben beziehen sich immer nur auf den Aufstieg.
Dauer:
Zweieinhalb Stunden – stresslos. Es ist ja eine Skitour und kein Rennen – muss ich das eigentlich immer wieder wiederholen?

One Comment

  1. Schöne Tour Axi und schöner Post!
    Wir verzeihen dir auch, daß du kein Rennen draus machen willst 🙂
    Schi & Berg Heil!

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